5 Tipps wie dein Hund das Autofahren lieben lernt

5 Tipps wie dein Hund Autofahren lieben lernt

Ich kann mich noch genau dran erinnern, wir sind gewandert und gewandert und gewandert, die Pfoten haben gequalmt und Kylar hat sich die Berge nur noch rauf geschleppt. Auch ich war echt kaputt, der einzigste der noch Fit war – natürlich unser Herrchen.

Aber dann sah Kylar unser Auto, wir hatten es den Abend vorher dort abgestellt, damit wir nun nur noch zurück fahren konnten und Kylar war begeistert. Die letzen Kraftreserven wurden mobilisiert und er trappte den Berg hinauf. Als wäre das Auto ein Ball den wir gerade finden, freute er sich seinen alten Kumpel zu sehen und was machte er, er setze sich vor seine Tür.

Wir standen da und mussten so lachen. Selbst unser ach so angepriesener Ausdauerläufer Husky, wollte nun lieber Auto fahren.
Und wie kam es zu der Liebe zum Auto? Ich glaube das lag einfach an unseren Ritualen was das Autofahren an geht.

Unsere 5 Tipps zum Autofahren

1. Ein fester Platz 
Wenn man einen Hund transportieren möchte, muss man sich zu erst fragen, wo soll er den Hin.

Das war recht schnell bei uns beantwortet.

Kleiner Golf 3 (ja so alte Karen werden noch gefahren) also kein Platz im Kofferraum, Beifahrer – na da Sitz das Herrchen, blieb nur die Rückbank.

Decke drauf und los, hieß das Motto als wir Kylar abgeholt haben.

Der Knirbs hatte da schon 12 Stunden fahrt hinter sich und würde noch mal 6 Stunden mit uns fahren. Wir waren Neulinge im Thema Hund und über die Sicherheit, anschnallen etc hatten wir uns keine Gedanken gemacht.

Als wir umgezogen sind gab es im LKW keine Rückbank, seht ihr den leidenden Blick? Kann er gut Hmm

So war am Anfang der Fahrt immer einer bei dem kleinen Mann mit auf der Rückbank und er ließ sich genüßlich durch kraulen. Schlief den Schlaf der gerechten und war so tiefenentspannt wie eh und je. Oder einfach verdammt müde.
Später sollten wir raus finden das die Rückbank sein Platz ist.

Es kamen Decken, Sicherungen, Überzüge und der neue Firmenwagen meines Mannes. Mit Leder sitzen. Sollte das ein schlechter Witz sein. Na gut Kylar und ich waren nicht so begeistert und Kylar musste in den Kofferraum. Ohne Muh und Mäh, stieg er ein und beschwerte sich nicht. Nach einem langen Tag gingen wir gemeinsam Essen, Kylar war so Müde und wir entschieden uns ihn im Auto zu lassen. Normal kommt er mit und schläft unter dem Tisch. Aber er machte keine Anstalten überhaupt den Kopf zu heben. Also gute Nacht.

Als wir wieder kamen war der Hund auf dem guten Lederrücksitz. Kein Kratzer und er zusammen gerollt wie ein kleines Kätzchen, lag er entspannt auf SEINEM PLATZ. 

Bei so einem dezenten Hinweiß konnte nicht mal das Herrchen böse sein und die Rückbank gehörte wieder dem Hund. Ich frag mich bis heute wie er über die Rückbank geklettert ist.

Routine tut unseren Hunden gut, gebt ihnen einen festen Platz.

Übrigens teilt Kylar seine Rückbank ganz liebevoll mit Gästen, aber streicheln muss man. Zoll und so versteht sich.

2. die Frage mit dem Essen

Als wir Kylar bekommen haben, ist er immer Nüchtern gefahren. Damit nix drin ist was wieder raus kommen kann. Mittlerweile bekommt er sein Essen zu bestimmten Tageszeiten, sollten wir gerade dann vom Ausflug zurück fahren, dann hat er eine vollen Magen. Ihm macht das gar nix aus und ihm wird auch nicht schlecht. Ich habe eher das Gefühl das er so entspannter ist.

Wer so schläft, während wir einkaufen sind, dem wird auch nicht schlecht beim fahren

Also mein Tipp an euch, testet es selber einmal, wann ist euer Hund entspannter, mit oder ohne Essen im Bauch?
Wenn sich euer Hund eh schon ständig übergibt dann verzichtet bitte auf den Test.

3. Immer ein Highlight – die Goldene Regel

Diesen Tipp haben wir damals von unserer Igelzüchterin bekommen und er ist einfach Gold wert.
Und im Prinzip so einfach, wenn man nur etwas organisiert.
Nach jeder Autofahrt gibt es einen Spaziergang für den Hund.

Im Prinzip ganz simpel und so toll für alle Beteiligten. So lernt der Hund immer „Wenn ich in das Auto steige gibt es danach was tolles.“
Fährt man stattdessen immer nur zum einkaufen oder zum Tierarzt ist der Zug schnell abgefahren.
Die Größe des Spaziergangs machen wir immer etwas abhängig von der Fahrtzeit und der Umgebung.

Toben, schau mal Frauchen ich kann fliegen

Am Anfang empfehle ich, bewusst mehrere Fahrten zu machen, wo ein Ausflug im Anschluss ansteht. Orte die der Hund noch nicht kennt oder ganz bewusst Orte die der Hund liebt. So steigert ihr seine Vorfreude.
Macht Ihr das ähnlich?

4. Pipipausen

Da wir mit Kylar wirklich viele Langstreckenfahrten machen, blieben da die Pipipausen nicht aus.

Jetzt ist es so, das Kylar das locker durch hält und ich Pipi muss. Also wenn das Frauchen an hält, dann gehen alle.

Wie im Schuh des Manitus „Jetzt gehen alle noch mal Pipi und dann geht’s weiter. “

Da das Herrchen Pipi ausschwitzt oder weis der Mann wo das hin geht. Sind nur Kylar und ich die Pipihelden. Und da bleib ich wohl immer das letzte Rad.
Unsere Empfehlung, legt vor jeder Fahrt eine Pipi runde ein, dann solltet Ihr während der Fahrt eine Pipipausen einlegen, am besten bevor euer Hund quängelt (wie lange euer Hund meist einhält könnt ihr ja ganz gut abschätzen) und zum Schluss die Goldene Regel für danach.
So wird er nicht quängelich und kann die Fahrt auch etwas geniesen.

5. die Fahrt zu einem Erlebnis machen

Ich meine jetzt nicht das Ihr einen Clown anmieten müsst oder wild mit Leckerchen schmeißt.

Hund sind häufig mit Gerüchen zufrieden, bei uns heißt das, ab und zu mit offenem Fenster fahren, dazu mache ich mir einen Spalt das Fenster auf und Kylar ist direkt begeistert. Er schnüffelt was das Zeug hält gerade am Meer rastet er förmlich aus.

Manchmal ist auch das warten auf das Herrchen ein Highlight

Da wird dann die Nase an die Scheibe gedrückt und tolle Bilder mit der Zunge gemalt.

Ich hoffe der Artikel, hat euch gefallen und Ihr habt ähnliche Rituale. Gerne schreibt mir doch in die Kommentare, wie ihr das Autofahren gemeistert habt.
Liebe Grüße und nasse Küsse
Eva und Kylar

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