5 Tipps wie dein Hund mehr auf dich achtet

Vorwort: Mit diesem Artikel wird die Reihe „Gib mir 5“ ins Leben gerufen, in der Ich jede Woche einen Artikel mit 5 verschieden Möglichkeiten aufzähle. Viel Spaß beim lesen.

5 Tipps wie dein Hund mehr auf dich achtet

Gerade als Husky findet Kylar Wildspuren super, Gerüche von anderen Vierbeinern oder einfach ein Vögelchen im Gebüsch, fesseln ihn dann komplett, seine Aufmerksamkeit ist nicht bei mir.

In unserer Anfangszeit ist es das ein oder andere Mal vorgekommen, dass ich abgebogen bin und Kylar einfach weiter gerade aus gelaufen ist, sobald ich ihn gerufen hab war die Überraschung groß und er kam schnell angetappst.

Doch eigentlich sehe ich dass nicht als meine Aufgabe, meinen Hund darüber zu informieren wo ich lang gehe. Ich möchte dass er mir Folgt und auf mich achtet, genauso wie ich auf ihn achte und seine Bedürfnisse probiere war zu nehmen.

Hier also meine 5 Tipps wie Kylar und wir daran gearbeitet haben auf einander zu achten.

Aufmerksamkeit muss man sich verdienen

Warum sollte euer Hund zu euch gucken, auf euch achten? Stellt euch die Frage, denn diese Frage sagt später auch etwas über eure Trainingsmethode aus.

Wollt Ihr das euer Hund nach euch schaut weil,

  • er Angst vor Ärger und Bestraffung hat?
  • er Angst vor der Umwelt hat und sich Rückversichert?
  • er Verlustängste hat?
  • er weiß dass es bei euch Interessant ist?
  • er weiß dass er euch vertrauen kann?

Ich muss sagen dass ich nicht nur mit Positiver Bestärkung arbeite, Befehle wie ein Nein oder Aus werden bei mir auch Negativ Belegt, was jetzt nicht heißt das er dafür körperliche Gewalt zu spüren bekommt oder ich ihn komplett zu Minna schreie. Das Hilft dem Hund nicht und auch mir nicht. In meinem Artikel über das Thema NEIN  , könnt Ihr nochmal nachlesen wie ich es handhabe.

Allerdings finde ich dass es bei einem Thema wie Aufmerksamkeit nicht auf blinden Gehorsam ankommt, sondern viel eher auf Vertrauen, Bindung, Spaß und vor allem Miteinander.

  1. Blickkontakt

Ein Hund der Blickkontakt sucht, ist viel häufiger abrufbar, nimmt Anweisungen schneller war und ist vor allem Aufmerksamer.

Da der Blickkontakt für Hunde allerdings kein natürliches Verhalten ist, tun sich viele Hunde damit sehr schwer.

Mir persönlich ist es nicht wichtig, das Kylar beim Waldspaziergang in meine Augen guckt, wenn er vorläuft, reicht es mir dass er sich umdreht um kurz zu gucken, ob ich noch da bin. Das ist wie beim Autofahren der Schulterblick. Da gucke ich auch nicht dem Radfahrer in die Augen und sind wir doch mal ganz ehrlich, wäre auch irgendwie verstörend. Kann ich dem Radfahrer in die Augen schauen klebt er wahrscheinlich an meiner Beifahrertür.

Um das häufigere umsehen nach mir zu fördern, wird jeder Blick den er mir zu wirft, bestätigt. Viele Hundebesitzer haben diese Rückversicherungen von Ihrem Hund ins Leere laufen lassen, ohne eine Antwort zu geben, Fazit der Hund probiert es nicht mehr.

Kylar beim Blickkontakt

Also ab jetzt, immer wenn euer Hund nach euch guckt lobt ihr ihn. Ob Ihr das mit einem Leckerchen macht, nur mit der Stimme oder ab und an mal mit einem Spiel belohnt, ist egal. Hauptsache der Hund merkt das sein Blick war genommen wurde und das es sich lohnt zu gucken.

TIPP

Wollt Ihr wissen ob diese Übung Erfolg bei euch hat, so zählt Ihr am ersten Tag die Blickkontakte eures Hundes ohne dass Ihr ihn bestätigt. Dann bestätigt Ihr eine Woche lang euren Hund und zählt noch mal all eure Blickkontakte nach einer Woche. Seit Fair mit euch selber und sucht beim zweiten Zählen nicht gerade eine Runde aus, die ihr noch nie gelaufen seit oder wo er weiß das bei dieser Runde immer genau an einer Stelle was spannendes passiert. Am besten nehmt ihr dieselbe Strecke um einen guten Vergleich zu haben.

  1. Verstecken

Wie oben schon beschrieben, spielen manche Methoden mit Ängsten. Auch das Verstecken hinter Bäumen oder hohen Gras, spielt mit Ängsten. Die Trennungsangst steht hier im Vordergrund und bedeutet für den Hund großen Stress.

Zusätzlich funktioniert diese Methode nur dann wenn der Hund eine gute Bindung hat, hat er eine schlechte Bindung an den Menschen, lernt er nur ohne diesen aus zu kommen.

Wie ich schon häufiger erwähnt hab, wurden uns in unserer Anfangszeit viele Tipps gegeben, die wir als unwissende leider viel zu häufig umgesetzt haben. Einer davon war, sich vor seinem Welpen zu verstecken falls dieser zu weit weg läuft und nicht auf einen achtet.

Wir haben das damals umgesetzt, mit dem Erfolg, das Kylar seelenruhig die Situation ausgesessen hat. Wo andere Hunde am Rad gedreht hätten, ist er ganz ruhig geblieben und hat nicht mal wirklich nach uns gesucht. Er hat sich schnell einer anderen Gruppe angeschlossen und sein Überleben gesichert und die Sache war erledigt. Zu dem Zeitpunkt war er Husky typisch schon sehr selbstsicher und eigenständig. Obwohl er erst ein paar Wochen alt war. Der Lerneffekt war für Ihn eher das er gut ohne uns klar kommt. Das war sehr kontraproduktiv.

Als er später eine bessere Bindung zu uns hatte (wie Ihr eine bessere Bindung aufbaut könnt ihr hier nachlesen), war die Übung für Ihn der blanke Horror. Einmal hinter dem Baum versteckt und schon ist er einem nicht mehr von der Seite gewichen.

Na wer guckt denn da?

Auf Grund meiner Erfahrung würde ich diese Methode heut zu Tage nicht mehr empfehlen.

TIPP

Eine abgewandelte Form machen wir heute immer noch. Gehen wir zu Zweit spazieren bleibt einer bei dem Hund, der vielleicht gerade unaufmerksam ist und der andere versteckt sich. So hat Kylar seine Sicherheit und die Freue Frauchen oder Herrchen suchen zu dürfen.

3.Schleppleine

Eine lange Zeitlang haben wir mit Schleppleine gearbeitet und das ist auch gut so gewesen, wir konnten so viele Probleme lösen. Einfach daraus das wir einen Fernzugriff auf unseren Husky hatten.

Und da ich letzen einen scher schönen Beitrag gelesen habe, wo es um Hund mit Handicap ging, muss ich sagen das mit diese Methode sehr gut gefallen hat. Hier der Link zum Artikel.

Die Methode ist sehr einfach und auf einen Hund mit Gehörproblemen gemünzt. Immer wenn man möchte dass der Hund aufmerksam zu einem schaut, gibt es einen sachten Ruck an der Leine. So schaut der Hund kurz zu einem und man kann dieses Bestärken.

  1. Richtungswechsel

Mittlerweile bin ich von diesem Gedankengang ab, dass Hunde dominant sind wenn sie den Weg vorgeben. Kennt Kylar den Weg einfach in und auswendig, läuft auch er die richtige Abbiegung an. Was ich allerdings nicht möchte ist, dass er diese einfach passiert. Ich möchte von Ihm dass er mich ansieht und quasi Fragt.

So hat es sich bei uns eingebürgert das Kylar an Kreuzungen stehen bleibt. Meint er den weg zu wissen, richtet er sich in eine Richtung aus, schaut mich dann an und wartet auf ein Zeichen. Das kann sich als Fingerzeig auszeichnen, als einfach Okay oder Kopfnicken. Hierbei sucht er bewusst meinen Blickkontakt ohne das es zwingen erforderlich wäre.

Wie wir dies Geübt haben? Immer wenn Kylar eine Kreuzung passiert hat und einfach weiter gelaufen ist, bin ich in eine andere Richtung gelaufen. Ihr glaubt gar nicht wo man alles raus kommen kann. Im besten Fall ist er nach wenigen Sekunden an mir vorbei gepesst, vor mir stehen geblieben, mit einem Wahnsinnigen Blick und hat mich angeguckt, ganz nach dem Motto „WAS SOLL DAS ?“ Er wurde dann von mir gelobt und wir gingen so weiter.

Diese Methode hat den Vorteil, dass je nach Gebiet, man für den Hund nicht komplett verschwunden ist und die Trennungsangst nicht aufkommt. Natürlich ist er nicht Glücklich darüber dass man in die andere Richtung geht.

Für den Fall das der Hund es nicht mit bekommt das man die Richtung gewechselt hat, sollte man Ihn Rufen, auch hierbei wird er das Prinzip schnell verstehen und man kann das Rufen langsam minimieren.

Hinweis

Geht bitte so, dass Ihr euren Hund beobachten könnt. Nur dann habt ihr die Möglichkeit durch einen gezielten Ruf, Hilfestellung zu geben.

  1. Interessant sein

Kylar schaut sich nicht nur viel um, weil es dafür Leckerchen geben könnte, nein wir sind auch interessant für Ihn. Gehen mit Ihm gemeinsam auf seine Bedürfnisse ein und bespaßen Ihn zeitweise. Wobei wir nicht genau sagen können, ob wir Ihn bespaßen oder er uns.

Das kann wie folgt aussehen, guckt Kylar zurück, fliegt ab und zu mal ein Dummy ganz unverhofft. Da er seine Dummy´s liebt sind wir die Größten.

Genauso kann es vorkommen, dass wenn er ein interessantes Mäuseloch sieht, wir einfach mal stehen bleiben und er buddeln darf. Wenn er mir ständig folgen soll, muss ich als Führer auch darauf achten das er auch Zeit für seinen Spaß bekommt. Ab und an buddel ich in diesem Mäuseloch mit.

Wo Kylar und ich auch kaum zu bremsen sind, ist wenn im Sommer der Bach so schön kalt ist. Nicht nur der Hund brettert dadurch als Gäbs kein Morgen mehr, nein auch ich hüpfe Barfuß wie eine zu schwergeratene Waldfee durch den Bach. Es macht herrlich Spaß zusammen einfach albern zu sein. Im Winter mach ich das auch schon mal mit Gummistiefeln. Warum sollte nur der Hund in die Pfütze springen, ich will auch.

plantschen

Ihr werdet merken, dass euer Hund euch viel öfters zu Blödsinn mit einlädt und es macht Spaß. Springt über euren Schatten und macht mit.

Ich hoffe da sind ein paar Tipps bei die euch Freude machen. Über Kommentare freue ich mich wie immer.

 

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kylar

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