5 Tipps zum richtigen Umgang mit der Schleppleine – Basics Antijagdtraining

5 Tipps zum richtigen Umgang mit der Schleppleine – Basic Antijagdtraining

Diese Woche habe ich auf Facebook ein Video geteil, wie Kylar einen seiner Lieblingsdummys aus einem See holt, nicht das er schwimmen geht war die Überraschung sondern die Gänse die daneben geschwommen sind.

Als Husky heißt es immer, die Hunde können nicht von der Leine, die haben zu viel Jagdtrieb… Wir sind nun mitten in der Phase „verdammt ich habe mein Gehirn verloren“ uns allen auch als Pubertät bekannt. Wir hatten sie alle und bei den meisten Menschen ist das Gehirn auch wieder aufgetaucht, so hoffe ich auch bei dem Hund. Trotzdem haben wir immer weiter mit Kylar geübt und vor allem an seinem Antijagdtraining niemals locker gelassen. Nach diesem Video haben mich sehr viele Herrchen und Frauchens angeschrieben, wie wir das geübt haben und das alle in einen Artikel zu verpacken ist glaube ich etwas viel. Deswegen splitte ich das nun ein wenig und fange mit den Basics an.

Die Schleppleine

Es gibt Momente im Leben, da scheppert es so laut, da kann man den Knall nicht überhören. Genau so einen Moment hatten wir auch.

Wir waren in Österreich, die Steiermark war herrlich und wir wanderten mit unserem Knirps. Auf einmal sah der ach so wachsame Husky einen Hasen, was ihn bis jetzt nicht gejuckt hatte, war auf einmal da. Wie frisch aus dem Pubertären Backoffen, stand da der Jagdtrieb und der stand nicht nur nein. Unser Husky spurtete einen Abhang hinab, ich hab ihn sich schon überschlagen sehen. Alles Kreischen der Welt half nichts also rannten wir los und zwar in die andere Richtung. Ich hasse übrigens den Hund dafür das er Berg ab gelaufen ist, Fazit ich musste Berg auf rennen. Dort haben wir uns hinter einem Baum versteckt, wo wir das geschehen mit verfolgen konnten. Unser armer kleiner Hund – war gar nicht so arm und klein. Da lief keiner auf und ab und suchte verzweifelt Herrchen oder Frauchen, nein er schleppte sich müde den Hang hinauf und setze sich auf den Weg, ganz nach dem Motto – Die alten holen mich später wieder ab- und da knallte es gewaltig im Hinterstübchen. Nicht nur das ich völlig außer Atem war, mich an einem Baum klammerte und dachte meine Beine sterben, nein dieses Vieh von einem Hund machte sich nicht mal die Mühe mich zu suchen. Ich hätte hinter diesem Baum mit meinem roten Kopf implodieren können und was macht man in so einer Situation, man ruft den Köter zu sich und freut sich in der aller liebsten Stimme einen Ast ab das der Rückruf funktioniert.

Sein letztes Stündlein hatte geschlagen und er hatte den Dong verpasst. Ich hatte zwar das Gefühl der Dong währe so laut gewesen, das sogar der Boden vibriert hat, aber nein das waren vermutlich nur meine komplett übermüdeten Beine.

Da waren wir nun, nahmen unseren Husky an die Leine und stapften motzig los. Nein das wollten wir nicht, einen Hund für immer an der Leine und nein wir wollten ihn auch nicht ohne laufen lassen und ständig Kaninchenbraten essen.

So nicht mein Freund. Eine Lösung musste her und so kamen wir zur Schleppleine. Wir hatten eine gekauft, weil wir dachten wir bräuchten die mal zum Picknicken, aber falsch gedacht.

1 Die richtige Schleppleine

Damit fängt es ja schon an. Schleppleine ist nicht gleich Schleppleine, lieber eine Gummierte, mit oder ohne Schlaufe, rund oder flach …

Unsere Leinen im Überblick
Unsere Tipps für den Schleppleinen kauf:

  • Gewicht

 

Eigentlich sollte es logisch sein, aber manchmal liegen die einfachsten Dinge nicht direkt greifbar. Nehmt eine Schleppleine, die vom Gewicht für euren Hund auch zu tragen ist. Ein Beispiel: ein Chihuahua wird wohl kaum eine 10 Meter Biotanleine hinter sich her ziehen können, wenn diese flach ist und viel Material hat. Da reicht eine Kordel.

 

  • Material

 

Überlegt vorher was euch wichtiger ist, eine Leine die abwaschbar ist oder eine die ihr ständig waschen müsst? Wir haben am Anfang eine gehabt die gummiert war, sie hat sich ständig voll gesaugt mit Matsche und anderem kram und höllisch gestunken, dazu habe ich mir ordentlich die Hand verbrannt als sie durch meine Hände gezogen wurde. Nie wieder. Also wir haben Biotan.

 

  • Handschlaufe

 

Da unsere Schleppleine nicht Schleppt, haben wir auch direkt eine mit Schlaufe genommen.

 

  • Länge

 

Im Großen und Ganzen wären 5 Meter völlig ausreichend, wir haben allerdings 10 Meter gewählt. Denn Kylar sollte damit auch direkt lernen welcher Abstand zu uns ideal ist und mehr als 10 Meter möchten wir nicht. Darüber hinaus, sollte man auch darüber nach denken, das um so länger die Leine ist, es auch umso schwerer wird diese zu halten, wenn der Hund mal rein läuft. Es ist also alles eine Frage der Physik.


unser Video, so soll es mal aussehen 🙂

  1. Woran sollte sie Befestigt werden?

Wenn wir die Schleppleine nun haben, raten wir nicht dazu sie am Halsband zu befestigen, bei einem heftigen Rück und wenn er nur am Baum hängen bleibt, kann es schnell folgen haben. Also schaut euch bitte nach einem passenden Geschirr um. Sicherheit geht da vor.

  1. Schleppleine richtig benutzen

Die Schleppleine ist keine Zauberleine, bei der alle Hunde zu gehörigen Einhörnern mutieren, schöne Idee ist aber leider nicht so. da steckt Arbeit hinter und auch ein paar Regeln.

Unsere Schleppleinenregeln

– Kylar hat an der Schleppleine nicht zu ziehen

– Objekte werden mit mir zusammen auf einer Seite umrundet, tut er das nicht, warte ich bis er es von alleine verstanden hat. Die ersten Male hat es was gedauert. Ich bin keine Zauberfee die durchs Gebüsch hüpft und die Leine um die Bäume wickelt.

Ansonsten bin ich seine Sonne und er darf die 10 Meter um mich rum Kreise ziehen. Das Ende ist in meiner Hand und um schneller agieren zu können, hole ich die Leine immer wieder ein.

  1. Schleppleine abbauen

Man kann sich das ganze Training sparen, wenn man das wichtigste vergisst. Ein Hund ist Schlau, wo der dumm ist geht ihm das Fell weg, die meisten haben ziemlich viel.

Der Hund läuft nicht mehr ohne Leine, er weiß dann nur das man ohne Leine alles darf und mit Leine sich  benehmen muss, wir wollen aber das er versteht das man sich immer benehmen muss. Also wird die Leine niemals weg gelassen. NIEMALS

Und wenn man später alles trainiert hat was man wollte, wird sie auch nicht einfach so abgenommen, das ist so als würde man euch einen Rucksack abnehmen und denken ihr bemerkt das gar nicht. Also wenn ich aus dem Rucksack das Portmonee klaue, klappt das noch aber mehr auch nicht.

Genau so werden wir es auch machen, wenn euer Hund nicht mehr zieht, nicht in die Leine läuft, ihr die Schleppleine für keine Übung mehr braucht, dann werden wir die schleppleine jede Woche einen Meter abschneiden, so dass sich das Gewicht immer mehr reduziert und wir ihm den Rucksack Stück für Stück vom Rücken klauen.

  1. Die Grundübung mit der Schleppleine

Damit ihr mal was zum üben habt.

So bald euer Hund in die Schleppleine rennt, bleibt ihr stehen, also sobald sie auf Spannung ist. Ihr wartet jetzt darauf das er zu euch zurück kommt. Kommt er nicht von alleine, zieht er ihn an der Schleppleine zu euch ran, das ganze sachte und so lernt er, das er sich dem nicht wieder setzen kannt. Mehr als 10 Meter ist nicht. Diese Sache macht ihr jedesmal.

Hängt die Schleppleine durch, könnt ihr wunderbar den Rückruf trainieren.

Ihr könnt Aufmerksamkeitsübungen machen, in dem Ihr einfach ein paar Kehrtwenden lauft und euer Hund wird sich mehr an euch orientieren weil er keine Lust mehr hat, immer in die Leine zu daddeln. Auch hier zu gibt es schon einen ausführlichen Artikel.

Beim Antijagdtraining geht es um Bindung, Auslastung, Umorientierung und Grenzen.

Hiermit wird die erste Grenze gesetzt, du läufst nicht weiter als 10 Meter.

Ich werde die Wochen nun immer wieder zu diesem Thema einzelne Artikel raus bringen. Bei Fragen oder Anregungen nutz doch das Kommentarfeld würde mich sehr freuen.

 

Liebe Grüße und nasse Küsse

 

Eva und Kylar

2 thoughts on “5 Tipps zum richtigen Umgang mit der Schleppleine – Basics Antijagdtraining”

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