5 Tipps zur besseren Bindung

Es ist mal wieder Dienstag, also Zeit für gib mir 5.

Diese Woche gebe ich euch unsere 5. Tipps wie wir an der Bindung zu Kylar gearbeitet haben.

1. Fellpflege und Kuscheln

Jetzt gerade im Fellwechsel, bietet sich das förmlich an, einfach mal die Bürste raus und los geht es. Ganz vorsichtig mit wenig Druck den Hund kämmen.

Am Anfang war Kylar unruhig dabei, weil er nicht wusste was wir da so treiben. Wir haben ihn nach und nach an die Bürste ran geführt und kämmen Ihn nun alle paar Tage.

Er genießt es Regelrecht, legt sich auf eine Seite und lässt sich kämmen.

Körperkontakt baut Bindung auf.

Es ist egal wo, hauptsache kuscheln und das am Liebsten unter meinen Beinen. Da darf man dann auch mal blöd grinsen.
So zählt für uns das morgendliche Kuscheln auf der Couch zu einem festen Ritual. Genauso wie Abends.

Streichele ich Kylar, folgt häufig von ihm eine Gegenleistung. Was mein ich damit?

Kylar möchte mich auch putzen, er knabbert sanft an meinem Arm oder leckt Arm und Hände ab.

Es ist wie im Rudel, gegenseitiges putzen, bindet, wie die Mutterhündin, kann man auch bei vielen Zweithunden ein Putzverhalten beobachten.

Deswegen verbiete ich Kylar nicht mich ab zu lecken, er darf auch leicht knabbern, wird das Ganze zu doll, so quicke ich kurz und er lässt ab.

Mich würde sehr Interessieren ob eure Hunde euch auch putzen?

2. Gemeinsamer Erfolg

Gemeinsamer Erfolg macht glücklich. Gerade Aufgaben die man im Team bewältigt binden unheimlich.

Wir lieben es zum Beispiel Dummy Arbeit zu machen, es macht uns tierisch Spaß und wir müssen vor allem mit einander Kommunizieren und zusammen arbeiten. Aber das wichtigste ist eigentlich diese gewisse Glückseligkeit, wenn er stolz wie Oska auf mich zu rennt und mir den Dummy präsentiert und ich ihn quiekend entgegen nehme weil ich mich so freue. Mehr zum Thema Dummy findet ihr hier.

Aber auch andere Erfolge binden, ihr übt mit eurem Hund einen neuen Trick und freut euch über jeden Teil Erfolg und er freut sich das er was tolles gerade Erlebt, nämlich das erarbeiten einer gemeinsamen Lösung. Ihr müsst Hand in Hand mit euren Hund arbeiten und auf seine Bedürfnisse eingehen. Nicht nur weil andere den Trick genau so beibringen konnten, heißt das dass es eurer Vierbeiner auch genau so lernen kann. Manchmal muss man einfach seinen eigenen Weg finden und wenn das passiert bindet das unheimlich.

Wichtig: 

Training wird nur dann zu einer guten Bindung führen, wenn auch der Hund daran Freude hat und seine Bedürfnisse damit auch gedeckt werden.

3. Schutz

Schutz ist mir ein total wichtiges Thema und ich muss ganz ehrlich gestehen das es mir auch nicht von Anfang an bewusst war. In unseren Anfängen haben wir häufig den Spruch gehört „das klären die Hunde unter sich“

Mittlerweile weiß ich es besser, baut sich vor Kylar ein Rüde auf, stelle ich mich systematisch dazwischen und zeige so meinem Hund das ich a) nicht dulde das er sich nun auch groß macht, was der Husky gerne mal tut, denn nachgeben kommt nicht in die Tüte und b) zeig ich im damit das ich das für uns klären kann. Ich brauche seinen Schutz nicht und er darf sich entspannen denn er hat meinen.
Er weiß also das unangenehme Situationen durch mich geändert werden und das er sich auf mich verlassen kann.

Schütz eure Hunde damit sie so ausgelassen planschen können.
Mein Anliegen

Und nun möchte ich noch etwas ergänzen, wir als Hundehalter sind nicht allein für den Schutz unseres Hundes verantwortlich sondern auch für den Schutz anderer Hunde. Kommen mir andere Hunde entgegen, nehme ich Kylar zu mir, bis ich weiß das es für Alle in Ordnung ist und ich meine Alle. Ich verlasse mich nicht mehr nur auf die Aussage des Halters, denn viel zu oft werden verängstigte Hunde von ihrem Haltern im Stich gelassen. „Da muss er mal durch“ ist das Motto und wenn ich weiß das Kylar gerne mal einen auf Dicke Hose macht, dann finde ich das für meinen Hund nicht in Ordnung und auch nicht für den anderen, der im Stich gelassen wird. Nicht jeder Hund muss sich mit jedem Hund beschäftigen, manche Charakterzüge passen einfach nicht.

4. Gemeinsame Erlebnisse

Genauso Wichtig wie gemeinsame Erfolge, sind gemeinsame Erlebnisse.

Kylar begleitet uns eigentlich überall mit hin. Das liegt aber auch daran, das für ihn dabei sein ist alles zählt. Er mag es nicht zurück gelassen zu werden und wir haben ihn auch gerne um uns.

So können gemeinsame Erlebnisse ein Besuch im Zoo sein, eine Wanderung, ein Kurztrip ans Meer, shoppen und und und. (mehr zu unserem Kurztrip findet ihr hier)

Wenn Ihr wisst das euer Hund nicht der Typ ist für viel Trubel ist, dann bindet das nicht unbedingt. Denn nur wenn der Hund sich wohlfühlt, seine Bedürfnisse mit berücksichtigt wurden und er Erfolg an dem Tag hatte, wird es eine bessere Bindung geben.

na seht Ihr es auch?
Ein schönes Beispiel hierfür ist unser Besuch im Zoo. Wir haben mit Kylar viele Gehege beobachtet und manch ein Tier hat er uns erst gezeigt. Blieb er ruhig so wurde er gelobt und er hat den Tag mit Freude ohne viel Aufregung genossen. Die Erdmännchen haben ihn allerdings in den Wahnsinn getrieben. Wir können sie nur, auf Augenhöhe zum Hund, regungslos stehen, Spannung aufbauen, dann pfeifen, Signal geben und sofort flitzen. Kylar war so aufgekratzt und sein Jagdinstinkt meldete sich das wir das abbrechen mussten. Und haben ihn ein paar Meter weiter zur Ruhe kommen lassen.

Anders als ein anderer Hund, dieser wurde an im Zoo angebunden, während die Besitzer mit einem Boot durch den Zoo gefahren sind. Der Arme Labrador hat sich die Seele aus dem Leib gebellt. Die Angestellten wussten nicht wem er gehört und auch nicht ob man ihn anfassen darf. Nach über 10 Minuten in dem der Hund bitterlich gekämpft hat, sich in seiner Leine verfangen hatte immer noch am bellen war und mit den Nerven am Ende. Kam ein Tierpfleger, den die Angestellten gerufen hatten und hat den Hund beruhig. Auf meine Nachfrage was nun gemacht werde, war die Aussage. Sind die Besitzer in weiteren 10 Minuten nicht wieder da, nehme ich den Hund mit zum Ausgang. Dazu werden wir ein ernstes Gespräch mit den Haltern führen. Ich war erleichtert und bei über 30 Grad im Schatten tat mir das Tier einfach nur leid. Sowas hilft sicherlich nicht für eine gute Bindung. 

5. Spielen

Spielen, ich glaub jeder weiß das, aber wir spielt man richtig?

Kylar und ich machen gerne Zerrspiele, es wird gerangelt bis einer gewonnen hat und da ist es mir wichtig das nicht nur der Hund gewinnt und auch nicht nur ich das soll schon ausgeglichen sein.

Hat dann einer von uns unser Zerrspielzeug gewonnen, rennen wir meist direkt los. So dass der andere sich das Spielzeug in eine Laufspiel zurück erobern kann.

Gerne spielen wir auch auf Hündisch und toben so durchs Unterholz.

Egal wie wir spielen am Ende gehört kuscheln immer dazu. Manchmal schmeißen wir uns gemeinsam ins Gras und ab und an wird sich auch nur wie eine Katze ums Bein gewunden.
Nochmal der Wichtigste Punkt bei all den Sachen, ist das euer Hund genauso Freude daran haben muss wie ihr. Dazu solltet Ihr schauen das es im Einklang mit Vertrauen passiert. Denn ein Hund der nicht vertraut und keine Freude daran hat sich mit euch zu beschäftigen, für den alles eine Aufgabe aber kein Vergnügen ist. Der ist auch nicht an einer festen Bindung interessiert.

Schreibt mir doch mal eure Erfahrungen.

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kylar

5 thoughts on “5 Tipps zur besseren Bindung”

    1. Danke freut mich sehr zu hören,
      Ja uns hat auch das Herz geblutet, ich finde schon das Hunde auch mal
      Warten sollten. Aber dann bitte nicht so… Das traurige ist das die Halter nie dazu lernen werden. Allein weil ihr Labbi alles verzeihen wird – typisch Labbi, wo ein „Problemhund“ ggf aus dem Ausland Monate braucht um überhaupt vertrauen zu fassen – wäre nach so einer Aktion direkt Schluss mit lustig und man könnte wieder von vorne anfangen.

      Liebe Grüße

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