Antijagdtraining Teil 3 – Der Besuch im Wildpark

Antijagdtraining Teil 3 – Der Besuch im Wildpark

Vor ein Paar Wochen haben wir das schlechte Wetter genutz und haben uns gedacht, Mensch da wird keiner im Tierpark sein. Dick eingemummelt sind wir dann los gefahren, um mit Kuma ein bischen die Wildtiere zu erforschen.

Auch mit Kylar waren wir im Wildpark, doch beide Besuche sind komplett anders abgelaufen, während Kuma mehr der Respektvoll ängstliche Begleiter war, dachte sich Kylar Hackbraten, über all Hackbraten.
Wie wir dennoch, dieses Verhalten für uns nutzen konnten und beiden Hunde zeigen konnten was wir wirklich von Ihnen wollen, wenn ein Reh in unserer nähe ist. Verrate ich euch heute in diesem Artikel.

Warum gehen wir eigentlich in den Tierpark?

Wir möchten damit bezwecken, das unser Hund lernt nicht auf den Hackbraten zu achten, sondern auf uns, auch wenn der Hackbraten direkt los rennt. Gerade dieses Losspringen haben wir ja schon im letzen Artikel Antijagdtraining Teil 2 genauer unter die Lupe genomen und mit unserem Hund die Impulskontrolle und Frustration geübt. Nun wollen wir den Sprung wagen, von einem Ball auf ein wirklich Lebendiges Objekt umzusteigen.

Da für eine Festigung immer mehrere Trainingseinheiten notwendig sind und man selten in freier Wildbahn, das Reh bitten kann, lauf doch noch mal an uns vor bei. Gehen wir halt in einen Wildpark. Da werden die Hunde an der kurzen Leine geführt und man kann gemeinsam sogar sehr schön üben, wie das gehen mit Ablenkungen zu eine schlaffhängen leine führt.

Denn ihr hab an jeder Ecke, neue Tiere die die Aufmerksamkeit eures Hundes fordern, genauso wie jeder Geruch und jede Fütterung, jedes Weg zucken oder los springen, jedes anschnüffeln und Aug in Aug schauen euren Vierbeiner sehr viel abverlangen wird. Hier könnt ihr eurer Team festigen, könnt zeigen das man gemeinsam „jagen“ geht, ängste überwindet, Schutz bietet oder eben auch einfach nur ein Abenteuer gemeinsam beschreitet. All dies Punkte bringen euch eine bessere Bindung und der Tag ist voll von Chancen.

Wann sollte man am besten in den Tierpark gehen?

Für uns sind kalte bzw regnerische Tage optimal, der Tierpark ist meist leerer und man kann sich länger und ungestört mit seinem Hund die Tiere angucken. Außerdem belästigt man dann nicht andere Menschen, falls der Hund mal bellen sollte oder ähnliches.

Unsere Empfehlung nehmt einen Tag vielleicht sogar in der Woche, außerhalb von Ferienzeiten, plant viel Zeit ein und es ist genau der richtige Tag, wenn ihr wegen dem Wetter das Haus nicht verlassen wollt.

Was sollte man alles mit nehmen?

Ihr solltet eure Taschen voll mit Leckerchen haben oder/und einem ganz tollen Spielzeug.

Aufjedenfall Trinken und einen Napf, gegebenenfalls  ein Handtuch, falls es wie aus Eimern schüttet und ihr im Tierpark vielleicht noch was Essen wollt, dann schleift ihr den Hund nicht komplett nass in die gemütliche Hütte.

Wie verhalte ich mich im Wildpark?

Grundsätzlich gilt : Nicht anders als sonst.

  • Ich lasse meinen Hund nicht an der Leine ziehen, drehe um (mache eine Kehrtwende) und gehe erst wieder auf das Tier zu wenn er nicht zieht.
  • Dreht mein Hund auf, probiere ich ihn auf mich zu Fokussieren, ist er schon im bellen etc. drehe ich mich auch noch einmal weg und nehme einen Abstand zum Gehege ein,  bei dem er nicht mehr bellt, dann nähere ich mich wieder langsam. Ist der Hund ruhig geht es weiter nach vorne, er wird gelobt und mit Leckerchen motiviert und fokussiert.
  • Am Gehege selber, wünsche ich mir ein Sitz von meinem Hund, denn ich wünsche mir später das er nicht zu den Tieren hin rennt sondern das er weiß das Sitz das gewünschte verhalten ist, meine Nähe gewünsch ist. Verhält er sich ruhig an den Gehegen, darf er sich die Tiere ansehen und Kontakt aufnehmen, dabei spreche ich ihn immer wieder an und vordere seine Aufmerksamkeit. Jede Entscheidung für mich wird überschwenglich gelobt.

So entdecken wir gemeinsam den Tierpark und können diese Erfahrung mit einander verknüpfen. Das schweißst sehr zusammen und wie in den anderen Antijagdartikeln kommt es auf die Bindung an. Hier verknüft ihr alles, die Aufmerksamkeit, die Impulskontrolle, eure Bindung und ein gemeinsames Ziel. Macht euer Hund etwas gut, lasst ihn ruhig mal schnüffeln, sich etwas mit den Gerüchen auseinandersetzen und genauso wie ihr kann er den Tierpark bestaunen, auch für das Ignorieren der Tiere wird gelobt. Bitte Achtet immer darauf euren Hund nicht zu überfordern, wenn es gut geklappt hat, ist es manchmal sinnvoller früher auf zu hören oder zwischen drin bei einem Essen mal eine Ruhephase ein zu legen. Mehrere Stunden am Stück sollte man dieses Training nicht machen, es fordert sehr viel Disziplin, hat gegebenenfalls  ein hohes Stresslevel durch die Selbstkontrolle und die vielen Gerüche und Eindrücke, Also immer Step by Step. Wir waren insgesamt 2 1/2 H im Tierpark, dabei haben wir uns die Fütterungen angesehen und sind mit Kuma von Gehege zu Gehege gewandert, zwischen drin mussten wir uns ab und an mal unterstellen und Kuma hatte eine verschnaufpause.

So bauen wir Stückchenweise das Antijagdtraining auf und warten solangsam die Pupertät bei Kuma ab. Bei Kylar hat es super funktioniert, wobei wir da auch Tierische Hilfe hatten, Einen Hirsch der ihn mit seinem Geweih, mit Matsche voll gebuggert hat und seit dem Hirsche doch etwas suspekt waren und ein Mafia Kater, der ihn unter einer Laterne liegend angesehen hat bis er ihm eine Boxer-reife Rechtslinkskombo gegeben hat.

Welche tierischen Erfahrungen habt ihr bis jetzt gemacht?

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

1 thought on “Antijagdtraining Teil 3 – Der Besuch im Wildpark”

  1. Wir gehen sehr gerne in Tierparks – Damon hat mit uns über 50 davon besucht … Cara erst gute 30! Selbst Shadow mit seinen micht ganz 14 Wochen war schon in 2 Tierparks 🙂
    Wir sind immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich unsere Hunde auf die Tiere reagieren – auch abhängig vom jeweiligen Park.

    Meistens sind wir auch unter der Woche unterwegs und möglichst nicht in den Ferienzeiten … Herbst und Winter sind für solche Besuche wirklich perfekt!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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