Autoreise mit Hund: 5 Tipps für eine entspannte Fahrt

Ein Gastartikel von Jesse Reimann von Happyhunde.de

Wenn Sie mit Ihrem Hund verreisen möchten, ist eine Autoreise meist die unkomplizierteste Variante, um ans Ziel zu kommen. Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten, damit Sie und Ihr vierbeiniger Freund sicher und entspannt in den Urlaub starten können.

In diesem Artikel erhalten Sie 5 Tipps, um eine angenehme und sichere Autofahrt mit Ihrem Vierbeiner zu gestalten.

Stressfrei ans Ziel – der Urlaub beginnt mit der Autofahrt

Der lang ersehnte Urlaub beginnt schon mit der Autofahrt. Wer mit seinem Hund entspannt im Auto unterwegs ist, kann sich bereits auf das passende Urlaubsfeeling einstellen.

Auch die Anfahrt zum Urlaubsort kann für Hund und Halter zu einem entspannten und angenehmen Erlebnis werden.

Vermeiden Sie Stress und Hektik während der Anfahrt und versuchen Sie, so gut es geht, Ruhe und Entspannung auszustrahlen. Dies färbt auf Ihren Hund ab und lässt auch ihn während der Anreise ruhig und gelassen reagieren.

5 Tipps für eine entspannte Fahrt in den Urlaub

1. Gute Vorbereitung

Planen Sie den Ablauf der Autoreise im Vorfeld besonders sorgsam. So vermeiden Sie unangenehme Überraschungen. Nehmen Sie alle notwendigen Papiere für Ihren Hund mit und überlegen Sie, wo Ihr Hund während der Reise liegen soll.

Planen Sie vorher die Reiseroute, sodass die einzelnen Streckenabschnitte nie zu lang für den Hund werden. Im Vorfeld ausgewählte Pausenorte strukturieren die Anfahrt und sorgen dafür, dass Ihr Hund regelmäßig Bewegung bekommt.

2. Sicherer Transport

Laut § 22 der Straßenverkehrsordnung gelten Hunde und andere Haustiere als Ladung, die entsprechend gesichert sein muss.

Ist der Hund nicht ordnungsgemäß gesichert, droht Ihnen ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro. Kommt es zu Sachschäden, erhöht sich das Bußgeld auf 75 Euro und es kommt ein Punkt in Flensburg hinzu.

Der Hund muss also während der Fahrt sicher untergebracht werden. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Mithilfe eines Anschnallgurtes können Sie den Hund auf der Rücksitzbank sichern. Hierfür benötigen Sie ebenfalls ein geeignetes Brustgeschirr.

Außerdem können Sie Ihren Hund in einer Hundetransportbox sicher im Auto transportieren oder einen Hunde Autositz zum Einsatz kommen lassen. Für welche Methode Sie sich entscheiden, bleibt letztendlich Ihnen überlassen.

3. Pausen

Achten Sie während der Fahrt darauf, genug Pausen zu machen. So kann Ihr Hund sich bewegen und ein wenig Futter oder Wasser zu sich nehmen.

Die Pausen sollten lang genug sein, sodass Sie mit Ihrem Hund einen kleinen bis mittellangen Spaziergang machen können. Auf diese Weise kann man einige nette Ecken kennenlernen und der Hund steigt anschließend wieder zufrieden ins Auto, um ein Nickerchen zu machen.

Auch das Lieblingsspielzeug, ein Ball oder ein Frisbee können genutzt werden, um dem Hund die Pausen ein wenig zu versüßen und ihn anschließend entspannt zur Ruhe kommen zu lassen.

4. Essen und Trinken

Halten Sie den Trinknapf Ihres Hundes während der Fahrt griffbereit und stellen Sie ihm während jeder Pause ausreichend frisches Wasser zur Verfügung.

Falls Ihr Hund auf das Autofahren mit einem nervösen Magen oder Durchfall reagiert, sollten Sie ihn während der Pausen nach Möglichkeit nicht füttern.

Ansonsten können Sie Ihrem Hund in den Pausenzeiten leicht verdauliches Futter in kleinen Mengen anbieten oder ihn mit einigen gut bekömmlichen Leckerlis belohnen.

5. Innentemperatur des Autos

Gerade in den Sommermonaten kann es im Auto schnell gefährlich heiß für den Hund werden. Aber auch Außentemperaturen ab 17 °C können bei Sonnenschein für den Hund lebensbedrohlich werden.

Lassen Sie Ihren Hund niemals bei Hitze alleine im Auto. Schon wenige Minuten können für den Hund tödlich enden. Nehmen Sie Ihren Hund bei heißem Wetter immer mit aus dem Auto und wechseln Sie sich mit Ihren Begleitpersonen bei der Hundebetreuung während der Pausenzeiten ab. Auf diese Weise sind Sie sicher, dass das Urlaubswetter Ihrem Hund nicht zum Verhängnis wird.

Gewöhnen Sie den Hund vorab an längere Autofahrten

Um mit dem Hund eine entspannte Anreise zu haben, ist es außerdem wichtig, den Hund im Vorfeld an längere Autofahrten zu gewöhnen. Die fünfminütige Anfahrt zur geliebten Hundewiese ist für den Vierbeiner etwas anderes als eine längere Anreise über mehrere Stunden.

Beginnen Sie einige Monate vor der Reise mit dem Training, sodass Ihr Hund mit dem Fahren längerer Strecken bei Urlaubsbeginn bereits vertraut ist. Planen Sie während der Anfahrt nur so lange Strecken zwischen den Pausen ein, wie Ihr Hund bisher auch gefahren ist. So vermeiden Sie Probleme und Stress vonseiten des Hundes während der Autofahrt.

Fazit

Wenn Sie Ihre Autoreise mit Hund im Vorfeld gut planen, wird sie garantiert zu einem entspannten und angenehmen Erlebnis für alle Beteiligten.

Denken Sie an die nötigen Dokumente für Ihren Hund und sorgen Sie dafür, dass er sicher im Auto transportiert wird. Planen Sie den Ablauf der Pausen und ermöglichen Sie Ihrem Hund, sich auszupowern und genug zu bewegen. Auch ausreichend frisches Wasser während der Pausen ist besonders wichtig. Hitze ist eine besondere Gefahrenquelle bei der Anreise mit dem Auto. Lassen Sie Ihren Hund niemals allein im Wagen. So wird Ihre Anfahrt zum Urlaubsort mit Sicherheit ein entspanntes Erlebnis für Sie und Ihren Hund.

Jesse Reimann ist die Gründerin von Happyhunde und eine große Hundeliebhaberin. Pommes, ihre lebhafte, temperamentvolle Mopshündin hat sie inspiriert, Happyhunde auf die Beine zu stellen. Auf dem Blog findet ihr alles, was Hund und Besitzer bewegen und wissen wollen.

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