Giardien beim Hund – wie werde ich sie wieder los?

Giardien beim Hund – Wie werde ich sie wieder los?

Gestern haben wir auf unseren Sozialmedia Accounts, gezeigt das wir momentan Kotproben von Kuma sammeln. Natürlich kam die Frage, des warum´s auf.

Kuma hat sich die letzen Wochen immer mal wieder Übergeben, gerne Nachts und ab und an breiigen bis komplett wässrigen Stuhl gehabt. Nach einer Wurmkur (denn er hatte einen Spulwurm) mit erbrochen, hörte das Thema nicht wirklich auf, es war nun nicht jeden Tag aber immer mal wieder. Es gab auch immer wieder plausible Gründe warum er nun Durchfall hat. Aber das alles war mir einfach zu wische waschi, ich will nichts übersehen und deswegen gibt es nun die Kotprobe. Bei Kylar hatten wir damals Giardien und haben sie erst recht spät bemerkt.

Leider sind Welpen für Giardien sehr stark anfällig, genauso wie Hunde mit einem geschwächten Immunsystem. Ein Tierarzt sagte einst zu mir, es ist eine Kinderkrankheit bei den Hunden und ja so kommt es mir auch fast vor. Erwachsene Hunde mit intaktem Immunsystem, zeigen keine Symtome und der Körper hilft sich selber diese Parasieten los zu werden und da sind wir schon beim Thema.

Was sind eigentlich Giardien?

Giardien sind Einzeller, die sich im Darm breit machen und Durchfall (unseren Artikel über Durchfall – 5 Fakten zum Thema Durchfall), so wie Erbrechen verursachen.

Ein leckerer Spulwurm

Ein leckerer Spulwurm

Sind Giardien ansteckend?

Ja Giardien sind für viele Spezien ansteckend. Für Hunde, Katzen, andere Säugetiere, Reptilien, Vögel und auch den Menschen. Sie sind sogar hoch ansteckend und werden über den Kot verbreitet. (Neuste Belege zeigen das die Giardien ihren Wirt nicht beliebt wechseln können, so kann es zwar einzelln vor kommen das sich ein Mensch beim Hund ansteckt, aber eher selten.) Erwachsene Tiere, haben häufig keine Symtome und leiden nicht unter den Giardien, der Körper schwemmt diese allerdings mit aus und so sind auch die anscheinlich Gesundentiere überträger.

Giarden selber sind ware Überlebendskünstler. Sie mögen gerne feucht warmes Klima, Giardienzysten können mehrere Wochen oder sogar Monate überleben, gerade in Gewässern, haben sie eine sehr lange Lebendsdauer.

Dadurch das man sich an so vielen Möglichkeiten anstecken kann, sind sie auch sehr schwer los zu werden. Giardien sind über verunreinigtes Wasser, wie Pfützen, über Kot, über Popo schnüffeln und ablecken, über Spielzeug, über Decken oder über den ganz normalen Boden einfach übertragbar. Der Hund muss nur einmal aus eine Pfütze getrunken haben die mit Giardien versäucht wurde und schon ist es passiert. Auch ein am Po schnüffeln eines anderen Hundes und danach die Schnautze ablecken reicht aus, um Giardien zu übertragen.

Und da sind wir schon beim Problem.

Wie bekomme ich Giardien wieder los?

Bei Giardien sollte man sofort einen Hygieneplan aufstellen. Das bedeutet, alle Flächen müssen Regelmäßig desinfiziert werden (Desinfektionsmittel beim Tierarzt erhältlich), alles was in die Waschmaschine kann sollte mindestens bei 60 Grad gewaschen werden, Spielzeuge, Näpfe etc am besten Abkochen wenn möglich.

Kacke egal wie dünn es gelaufen ist, aufjedenfall einsammeln, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.

Zusätzlich muss der Welpe schnellstmöglich Medikamentös behandelt werden. Denn es kann schnell lebendsgefährlich werden. Durch Erbrechen und den Durchfall, dehydrieren die Kleinen sehr schnell.

Das Ganze kann sich über mehre Wochen hin ziehen.

Wie ihr feststellen könnt ob euer Hund Giardien hat?

Dafür sammelt ihr eine über Drei Tage lang Kotproben, die dann vom Tierarzt im Labor unter dem Mikroskop begutachtet wird. Hier werden die Einzeller und Ihre Zysten nachgewiesen.

Giardien und Kohlhydrate

Giardien ist nicht so wie oft verbreitet, etwas mit dem man in Berührung kommt und man ist direkt erkankt. Giardien haben wir häufig in uns und erst wenn ihre Anzahl zu hoch ist, bricht eine Erkrankung bei uns aus. Häufig wird empfohlen den Giardien keine Nahrung mehr zu geben, bedeutet man soll wenig Kohlhydrate verfüttern, die reich an Ballaststoffen sind und so die Giardien aushungern, leider kann man es nicht so einfach. Denn ihre „Gutartigen Gegner“, ernähren sich auch von diesen Ballaststoffen und können so auch nicht gedeihen.

Hattet ihr auch schon mal Giardien? Wir drücken Kuma momentan die Daumen und hoffen das seine Kotprobe negativ ausfällt. Leider hatte Loki der Labrador damals nicht so viel Glück und seine Erfahrungen könnt ihr Hier nachlesen, was noch etwas tiefer in die Materie eintaucht und vielleicht noch ein paar Fragen von euch beantwortet ist die Erste-Hilfe-beim-Hund.

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

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