Gibt es auch ein Leben ohne Quietschie?

Gibt es auch ein Leben ohne Quietschie?

Kylar liebt Kuscheltiere! Es war eigentlich nicht zu übersehen. Eines Morgens fehlte der Nikolaus, wieder aufgetaucht ist er auf Kylar´s Decke. Unser guter 4 Jahreszeiten Luftstopp für die Tür, wurde im Welpen alter gerne geklaut und bekaut.

Wir waren nicht so davon begeistert und haben dies immer wieder gegen andere Kauartikel ausgetauscht, sodass er nie auf die endgültige Idee kam etwa zu zerstören. Aber der Nikolaus musste in die Sicherheitszone – Schlafzimmer.

Und so vergingen die ersten Wochen ohne Quitschie und Kuscheltier, waren wir bei Freunden die Katzen hatten, wurden die kleinen Mäuse geklaut, waren wir bei Freunden mit Hunden, klaute er dort die Kuscheltiere. Selbst als wir im Zoogeschäft waren, hing er nicht in der „Süßigkeiten Abteilung“ sondern bei den Kuscheltieren ab.

Mehr konnte er nun auch nicht machen, es war Glas klar. Der Husky brauchte ein Kuscheltier.

Auf der Suche nach DEM Kuscheltier.

Unsere Wünsche

  • Robust sollte es sein
  • Hübsch musste es sein
  • Und verdammt noch mal nicht quietschen!!

War diese Suche zum Scheitern verurteilt. Alles was halbwegs robust aussah, quietschte.

Wie konnte das sein?

Eine riesige Wand voll mit Kuscheltieren, für unseren Kleinen das Paradies. Er saß wie eine Eins neben uns, als wollte er sich das Tier verdienen. Und wir Drückten eins nach dem Anderen, mal auf den Kopf, mal auf den Bauch, mal an den Beinen und es quietschte.

Kylar schaute uns ständig hoffnungsvoll an, ganz nach dem Motto, gefällt dir das quietschen jetzt besser oder lieber das Frauchen?

Wir suchten sogar die Fachverkäufer auf, selbst die kannten Kein Tier was nicht quietscht.

So langsam machte sich in uns der Gedanke an ein Quietschetier Massaker breit, sollte doch unser Hund ein Tierchen bekommen.

Und da stellten wir uns mal wieder die Grundsatzfrage: Warum eigentlich kein Quietschetier?

Schnell kauten wir unsere Argumente noch mal durch:

Welpen haben keine angeborene Beißhemmung, sie erlernen diese durch Wurfgeschwister und Familie, in dem ein Quietschlaut auf zu dolles Spielen folgt. Ist der Welpe zu grob, so wird gequieckt und das Spiel wird unterbrochen. Auch die Mutter unterstützt dieses verhalten, wird zu rabiat an der Zitze gezwickt, so geht sie einfach.

Das was der Welpe bei seinen Geschwistern gelernt hat, ist leider für unsere nicht so pelzige Haut noch zu grob, der Welpe muss noch einmal feinfühliger werden.

Wir haben das geübt, in dem wir es genauso umgesetzt haben, wurde er zu wild, haben wir das Spiel mit einem quietschen unterbrochen. Hatte er sich nach wenigen Sekunden wieder beruhigt, haben wir weiter gespielt. Heute ist es immer noch so, dass er beim quietschen direkt inne hält und mich anguckt. Er wird ruhig und nimmt sich zurück.

Das hätten wir uns ggf. schön vermasselt mit einem Quietschi. Denn der Hund lernt, das quietschen etwas Gutes ist, weiter lernt er auch noch das sich nicht gewehrt wird. Denn das Tier bleibt liegen, quitscht und lässt es sich gefallen, unterbricht nichts und geht auch nicht weg, wenn es zu viel wird. Im schlimmsten Fall wird der Welpe falsch konditioniert.

Wir wollen keine Quietschies und waren immer noch auf der Suche. Im Kassenbereich stand ein Turm mit Tigern. Die sahen ja mal Robust aus. Dazu stand auch noch auf dem Beipackzettel dass er besonders Beiß fest sein sollte. Wir waren begeistert und dann sahen wir das Tonsymbol. Wo sollte dieser Tiger quietschen? Wir drückten wie wild auf dem Tier rum. Nix! Dann nahmen wir einen anderen und dieser quietsche an der Brust tatsächlich sehr leise. Also drückten wir noch mal Nr.1 an der Brust und siehe da ein winziger laut. Wir entschieden uns für den Tiger mit dem Vorsatz das Quietschen zu entfernen.

Das letze Wort hatte natürlich Kylar, er schnüffelte Kurz dran und gab ihn danach nicht mehr her.

Im Laden wurde der Tiger noch auf Opfer Nr. 1 getauft. Wir hatten die Befürchtung, dass er nicht lange leben würde. Irgendwie haben wir da einen sehr schwarzen Humor.

Seit dem wir Ihn haben, hat dieser Tiger niemals einen Laut von sich gegeben, ein entfernen war nicht nötig. Kylar liebt Ihn heiß und innig. An Opfer Nr. 2 werden wir wohl nie denken müssen.

Schließlich gehört der Tiger auf seine Decke und wird nur zum Spielen raus geholt.

Ich hoffe euch hat der Artikel gefallen, schildert mir doch mal eure Quietschie Erlebnisse, ich könnte mir vorstellen, dass es ab und zu die Nerven wahnsinnig dünn macht. Erinnert mich immer wieder an die Blöde Idee unseren damaligen Ratten bei zu bringen, eine Glocke zu klingeln für ein Leckerchen. Blöd nur das es die ganze Nacht so ging. Die Glocke musste weg.

 

Liebe Grüße

Eva und Kylar

1 thought on “Gibt es auch ein Leben ohne Quietschie?”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.