Nicht die Hunde sind das Problem – Sondern die Herrchen

Nicht der kleine Hund ist bissig –  sein Besitzer ist es

Wie wir schon in anderen Beiträgen berichtet haben, hat Kylar Heimweh. Er vermisst ganz simpel gesagt, einfach seine Hundekumpels.

Also haben wir heute mal was gemacht, was wir eigentlich nicht mehr machen. Wir sind auf eine eingezäunte Hundewiese gegangen. Wo groß und klein soziale Kontakte haben sollen.

Die Zeit haben wir sehr genossen, viele Hunde waren aus Griechenland und über eine Organisation nach Deutschland gekommen. Sie waren egal ob groß oder klein, richtig Taff und haben sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen.

Wurde es mal zu grob, war immer ein Mensch zur Stelle, alle hatten dasselbe Motto und keiner hatte ein Problem.

Aber wie es immer ist, kommen irgendwann Menschen, die glauben Ihnen gehört einfach alles. Wir sitzen also zusammen an einer kleinen Bank mit Tisch und es kommen neue Hunde auf den Platz. Alle sind friedlich und besagte Person ruft erst mal vom anderen Ende der Wiese – Ich hoffe die großen sind nett zu kleinen- was für eine Aussage, ich rufe ja auch nicht als Hundebesitzerin eines großen Hundes – ich hoffe Ihr kleiner klafft meinen mal nicht an-

Der böse Husky, wir machen unserem Ruf alle Ehre

Der Kong mein neuer Freund
Da hab ich ja den Kaffe schon auf! Aber Gut, Kylar wird eh immer zurück gerufen, wenn uns unbekannte Hunde kommen und dann haben wir ihm später das okay gegeben. Er ist schnuppern gegangen und bevor er einen Meter am besagtem Hund war, hat dieser ein Kreisch von sich gelassen, als hätte Kylar ihn gerade überfahren.

Sofort hat mein Mann unseren Hund zurück gerufen, der natürlich auch direkt abgedreht hat und der besagte Mann hat sich zwischen unseren Hund und seinen Gestellt und auf dem Boden feste aufgetreten, seine Arme wie ein Torwart ausgebreitet und seinen Hund vor dem bösen schon Meter entfernten Hund abgeschirmt. Dann wurde der Hund auf den Arm genommen und wir wurden angeschrien, dass unser Hund schlecht sozialisiert sei, er würde nicht verstehen wenn andere Hunde etwas nicht wollen. Wenn dem so wäre hätte Kylar garantiert nicht abgelassen und wäre bestimmt nicht mit jedem anderen Hund auf der Wiese klar gekommen.

Um das Ganze noch zu toppen, verteile seine Frau munter Spielzeug zwischen den Hunden. Super echt, überall stehen Schilder, dass es durch Spielzeug zu Streit kommen kann und sie schmeißt mit 5 Stück um sich.

Nun meinte der Werte Herr auch noch zu unserem Tisch zu kommen, unser Hund durfte natürlich nicht mehr mit Spielen, also musste er ständig bei uns sitzen. Anstatt das so Jemand einfach die andere Bank nimmt – NEIN – wir waren gezwungen auf die andere Seite der Wiese zu gehen um dort unseren Hund auch wieder spielen zu lassen.

Also sind 5 Hundebesitzer, mit uns auf die andere Seite umgezogen, weil ein Einzelner einen an der klatsche hat.

Verfolgung mit der Kamera

Guck mal ich bin ein Schwan
Aber damit war das natürlich nicht vorbei, warum auch. Ne jetzt wurde die super Kamera ausgepackt mit dem Weitwinkel vorne dran und wild die Hunde von fremden Menschen fotografiert. Da wurde es mir dann zu Bund.

Ich habe meinen Hund vom spielen abgehalten, weil er meinte seiner verträgt es nicht.

Ich habe den Platz geräumt, weil er ihn unbedingt brauchte. 

Und jetzt verfolgt er uns mit einer Kamera über den Platz, hallo geht’s noch.

 

Ich habe Ihn mal gefragt was das soll.

Zitat: Er Fotografiert die Hunde und dann bietet er die Bilder zum Kauf an.

Schon mal von Datenschutz gehört? Ich habe es sehr direkt gesagt, dass wir das nicht möchten, wir wollen nicht dass unser Hund fotografiert wird. Das Ende vom Lied ist, wir sind gegangen und alle großen Hunde auch.

Was erwarten den die Besitzer von kleinen Hunden, wenn Sie auf eine Hundewiese gehen?

Das man egal welche Größere Respekt haben sollte und kein großer Hund auf einen kleinen springen sollte etc. ist ja wohl klar. Aber sowas ist auch gar nicht vorgefallen.

Was wünscht Ihr euch, einmal aus der Sicht der Groß Hundebesitzer von Klein Hundebesitzer und was als Klein Hundebesitzer von Groß Hundebesitzer.

Ich möchte einfach mal diese dumme Kluft abbauen und verstehen was da die Ängste sind und warum so reagiert wird.

Spinnen die Eigentlich?

Trotzdem war das irgendwie nur der I Punkt auf den Begegnungen der letzen Wochen. Wir hatten noch einen Labrador der sich im Hals von Kylar fest gebissen hat, Gott sei dank nur Unterwolle, dessen Besitzer meinte. Hätten sie das nur Zwei Minuten länger laufen lassen, wäre jetzt die Rangordnung geklärt und die Hunde würden sich verstehen. Na da hättet Ihr mal meine Augen sehen sollen. Klar ich lasse einen anderen Hund noch zwei Minuten weiter meinen Hund angreifen, damit die sich danach liebhaben. Hab ich ja schon so oft erlebt, ich haue auch jedem Mädel erst mal in die Fresse, damit sie meine beste Freundin wird. Vielleicht liegt es daran, dass wir immer noch nicht die Lösung für unser Anschlussproblem haben.

Mit dem Maulkorb auf andere Hunde los

Auch eine geile Nummer, war der Boxer, der mit Maulkorb auf uns zu gerannt kam, hab ich auch noch nie gesehen, ein abgeleinter Hund mit Maulkorb, irgendwie Sinn frei, war mein erster Gedanke, mein zweiter kam direkt von den Pferden, vielleicht soll er was nicht fressen?

Aber Nein, er ist einfach Bissig und wenn er einen Maulkorb an hat, dann passiert dem anderen Hund ja nix. Bitte was? Auch hier durften wir mal wieder zwischen zwei Hunde gehen und ich bin echt froh, das Kylar noch nie ausgeteilt hat. Aber es ärgert mich einfach, was sich andere Hundehalter denken.

Ich habe schon keine Lust mehr, kleinen Hunden zu begegnen, weil wir dann immer die bösen großen sind und große Hunden mag ich auch nicht mehr begegnen, weil ich mittlerweile selber denke, die zerfleischen uns. Also was ist denn bitte los?

Muss ein Zweit Hund her?

Dazu muss ich ernsthaft gestehen, dass ich über einen zweiten Hund nach denke.

A hat unsere Züchterin gerade Welpen

B hatten die vom Tierschutz eine super knuddelige Dame dabei, die ich hätte so weg klauen könnte.

Und

C Kylar ist wirklich einsam, ich kann ihm nicht geben, was andere Hunde ihm geben und wir haben so einen tollen sozialverträglichen Hund, es wäre zu schade drum.

 

Unsere Maßnahme, Freitag der erste Besuch in der neuen Hundeschule. Drückt uns die Daumen. Und für alle Mehrhundehalter, was ändert sich mit dem zweiten Hund alles?  Wie wir uns Hundebegegnungen wünschen  haben wir euch mal zusammen gefasst 5 tipps für entspannte Hundebegegnungen

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kylar

5 thoughts on “Nicht die Hunde sind das Problem – Sondern die Herrchen”

  1. Schon ein Rätsel, warum das mit den Hundebegegnungen für viele so schwierig zu sein scheint. Ich versuche ja, mich da nicht mehr aufzuregen – mit wechselndem Erfolg. 🙂

    Ein Zweithund also, da bin ich gespannt. Bei uns hat sich da alles geändert, aber Kalle ist auch ein Spezialfall. 😉 Ansonsten verdoppelt sich natürlich alles… Arbeit und Freude.
    Und Spaziergänge mit zwei Hunden sind viel spannender! Falls du auf der Suche nach Literatur zu dem Thema bist, kann ich „Zwei Hunde, doppelte Freude“ von Petra Führmann und Iris Franzke empfehlen.

    1. Also mein Männe ist strickt gegen einen zweiten Hund, wir haben es jetzt erst hin bekommen, das der erste ins Büro darf und nun zwei 😀 und dann müssten wir noch den Vermieter fragen etc. also alles nicht so einfach. Aber wie sagt er immer so schön, ich wusste schon bevor ich die geheiratet hab das du einen ZOO willst 😀 wenn er sich damit schon abgefunden hat ist doch die Realiesierung nicht mehr weit. HAHA

  2. Vorab möchte ich sagen, Hundebegegnungen mit zwei Hunden werden nicht einfacher, sondern (je nach Hund) schwieriger 😉 Mir begegnen oft unangeleinte Hunde deren Herrchen und Frauchen meine Hunde bemitleiden, weil sie an der Leine laufen müssen. Bei dem Spruch könnte ich schon kotzen (sorry für den Ausdruck). Aber meine beiden haben viel Jagdtrieb und ich halte mich als verantwortungsvoller Hundehalter an die Anleinpflicht zur Brut- und Setzzeit und zum anderen laufen sie außerhalb des Trainings an der Leine. Warum muss man sich dafür rechtfertigen?! Warum muss man andere immer darauf hinweisen, ihren Hund anzuleinen?! Und warum kann man nicht einen gewissen Mindestabstand halten?! Nein, meine Hunde wollen nicht an der Leine spielen. Zwei Hunde treten als Rudel auf und können ordentlich Vollgas geben, wenn der „falsche“ Hund um die Ecke biegt. Es wäre vieles wesentlich einfacher, wenn die Halter etwas mehr Rücksicht zeigen würden! Trotz mancher turbolenten Gassigänge, möchte ich meine beiden Fellnasen nicht missen und ich muss sagen, zwei Hunde zu haben, ist anstrengend aber auch doppelt so schön <3

    1. Ich weiß genau was du meinst, wir werden immer schief angeguckt, wenn wir kylar vor dem spielen ins Sitz schicken. Einfach mal akzeptieren das andere Hundehalter mehr Regeln oder andere haben wäre einfach schön.
      Und das mit dem Rudel kann ich mir richtig vorstellen. Ich wüsste nicht ob ich dann nicht überfordert wäre mit zwei, beiden gerecht werden, mit beiden trainieren. Den Trainingsstand den wir nun bei Kylar haben, mit einem zweiten Hund zeitgleich. Kommt mir echt mega schwer vor.
      Ich hab richtig Respekt vor mehr Hundehaltern.

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