Hundesitter Pro und Kontras

Hundesitter Pro und Kontras

was wäre unser Leben ohne Hundesitter? Ein Leben ohne Hund!

Warum der Hundesitter von Anfang an ein Teil von uns war?

Als wir Kylar bekammen, hatten Mister X und ich beide einen Job wo der Hund nicht mit konnte. Einen Welpen dann direkt Stunden lang allein zu lassen, sobald der Urlaub vorbei war, kam für uns nicht in Frage und so suchten wir kurzerhand einen Hundesitter. Natürlich mit dem Vorsatz, Kylar lernt das alleine bleiben in unserem Urlaub. Pustekuchen!!

Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich eine Glucke, eine die weiß das sie eine ist, aber ich bleibe eine Glucke. Es hat Monate gedauert bis ich mich dazu durchringen konnte, Kylar wirklich allein zu lassen! Immer wieder kleine Trainingseinheiten die dann nicht Konsequent durch gezogen worden sind, haben halt nie zum bleibenden Erfolg geführt. Wie wir das Schlussendlich gelöst haben, könnt Ihr in unserem Artikel wie lernt mein Hund allein zu bleiben? nachlesen.

Nun haben wir Kuma und anders als Kylar meint er nicht das er jaulen muss wie ein Wolf, nein er hat ganz andere Ideen. Warum nicht den Schuhschrank abräumen, ist doch super. Sich dann in die Mitte von dem Kram legen und schon hat man genug Unfug angestellt. Am Ende muss man nur noch diesen Unschuldigen Blick aufsetzen “ Frauchen immer wenn du gehst, greift mich der Schuhschrank an, siehst du er hat mich schon wieder mit meinen Leinen beworfen!“ Nun mal ehrlich, wer kann denn da böse sein? Richtig Mister X, also arbeiten wir verzweifelt an der Lösung wie er nicht den Schuhschrank abräumt und merken uns, den Trick wie man Schubladen öffnet, werden wir ihm nicht bei bringen!

Mit Freund Nelson geht allein bleiben viel besser

Mitlerweile hat Mister X einen Job wo der Hund mit darf und Kylar war so gerne ein Bürohund. Schnell haben wir die Unterschiede gemerkt, die ein Leben mit oder ohne Hundesitter mit sich bringt. Wie sagte mir mal eine Kollegin. Das ist wie bei meinen Kindern, in den Sommerferien bügelst du alles wieder aus, was andere deinen Kindern beigebracht haben. Und im großen und ganzen stimmt es genau so.

Ich spreche in diesem Artikel nicht von Freunden oder Familie, die auf den Hund aufpassen, sondern von den Profis und da erwarte ich eigentlich das sie mir nicht meinen Hund verziehen, sondern mit mir an einem Strang ziehen.

Worauf achte ich bei der Auswahl einen Hundesitters?

  • Hundeerfahrung und am besten sogar mit staatlicher Erlaubnis / Abnahme vom Veterinärsamt
  • Betreuungsvertrag (wichtig: achtet auf Klauseln in dennen Steht das er darüber entscheiden Kann wann der Hund eingeschläfert wird. Für Notsituationen, eine denkbare Überlegung. Für uns war das keine Option, wir sind immer erreichbar und möchten selber entscheiden ob es sich lohn alles zu tun oder nicht!)
  • Keine reine Zwingerhaltung
  • Kooperationsbereitschaft

Und damit kommen wir schon zu den Vorteilen eines Hundesitters. Euer Hund lernt mit vielen anderen Artgenossen zurecht zu kommen, sein Sozialverhalten verbessert sich und seine Sozialisierung wird noch einmal etwas aufpoliert. Dieser Schuß kann aber auch nach hinten los gehen. Wenn der Hundesitter kein Auge dafür hat wann ein Hund einen anderen Provoziert. Häufig schon erlebt. „Die klären das unter sich.“ Ich will nicht das sie das unter sich klären und so kommen wir zum Hauptpunkt. Der Hundesitter muss mit euch die gleichen Grundregeln vertretten. Wird bei euch kein anderer Hund angemotz- wird es das auch nicht beim Hundesitter. Wird bei euch ein Befehl ganz besonderns ausgeführt. Sollte dieser Befehl nicht beim Hundesitter ausgeführt werden oder nur so wie ihr es vorgebt.

Dazu eine nette Geschichte. Ich bringe unseren Kylar zum Hundesitter, es ist ein großes Unternehmen mit mehren Standorten und die Hunde leben dort in Bungalows zusammen. Am Eingang wird Kylar abgenommen und der Hund der noch nie Menschen angesprungen hat wurde dort mit heiter Stimme dazu annimiert bis er hoch gesprungen ist. YEAR meine Begeisterung war riesig. Ich möchte nicht das er spring, bitte machen sie das nicht. Antwort:,, Ach er muss schon lernen wie man anständig Begrüßt.“ Es ist in einer Grundsatzdiskussion ausgeahtet und Kylar hat nie wieder Menschen angesprungen!

Wo ich ganz empfindlich drauf reagiere ist, wenn der Hundesitter ein Kommando bei bringt ohne absprache. Kuma und auch Kylar, lernen viele Arbeitskommandos, die schnell Sabotiert sind, wenn ein anderes Kommando ähnlich ist. Mir ist es ganz wichtig, das unser Hundesitter es gleich handhabt. So bekommen  wir jeden Tag ein Feedback von unserem Wurm und können an den Baustellen gemeinsam arbeiten.

Unsere Hundesitter

Unser erster Hundesitter, war ein großes Unternehmen.

Was uns gut gefallen hat war, das die Hunde immer zu Zweit in kleinen Bungalows waren, dazu gab es die Möglichkeit schwimmen zu gehen, mehr mals täglich Auslauf im eingezaunten Gebiet und die Zimmer waren Klimatisiert. Dazu fanden wir es einfach perfekt das der Hund mit dem Hundesitter nicht in die Außenwelt kommt. Wir hatten den größt möglichen Einfluss auf die Erziehung. Vom Bringen und Abholen waren wir da sehr Flexibel und es gab wie im Hotel eine Rezeption. Nachteile, es war so viel Personal das bestimmte Futteranweisungen teilweise nicht die Mitarbeiter erreicht haben, die später das Futter ausgegeben haben. Aber der Oberknaller war das Desaster mit dem Spot on. Der Hund musste regelmäßig gegen Schädlinge behandelt werden und das taten wir. Natürlich, sollte er in dieser Zeit nicht Nass werden. Dies hatten wir auch mitgeteilt und zur Abholung bekommen wir einen frisch gewaschenen Hund. Meinen Gesichtsausdruck hätte man sehen sollen. Dieses Problem blieb immer besten, Mein Motto, er zähl es jedem den du da als Angestellten triffst. Auch wenn ich mir vorkam wie eine Verrückte die eine Schallplatte abspielt es half. Aber die Interne Kommunikation muss stark aufgebessert werden. Dafür gab es allerdings auch direkte Tierärztliche Betreuung. Was defintiv ein Plus Punkt war. Impfen etc, wurde alles während des täglichen Ablaufes erledigt und Abends gab es dann die Rechnung + Bericht wie er sich angestellt hat. TOP.

Sozialkontakte pflegen ist doch herrlich, wenn ihr mehr über Kumas besten Freund erfahren wollt > Nelson in 80 Tagen

Unser zweiter Hundesitter

War quasie das Fazit aus “ Ich rede mir den Mund fusselig und will das nicht mehr!“ Ende vom Lied es war ein einzellner Herr. Dort wurde Morgens der Hund in den Garten gelassen, durch eine Hundeklappe konnte er schon ins Haus und zu den anderen Hunden. Der Herr war immer zu Hause und ist mit den Hunden gemeinsam zwei mal am Tag spazieren gegangen. Doch schnell merkten wir das unser Hund zu ihm eine bessere Bindung aufbaute als zu uns und das wir bestimmte Trainingserfolge wieder eingebüsst hatten. Nur redenden Menschen kann geholfen werden – unsere Wünsche wie zum Beispiel das Schleppleine in der Hand halten und nicht auf dem Boden ziehen lassen bis weiß gott wo hin, konnnte nicht umgesetzt werden. Dafür waren es einfach zu viele Hunde. Was uns natürlich im Training, das er nicht so weit von uns Weg laufen sollte oder nicht jagen sollte, wieder weit nach hinten geschmissen hat. Dafür klappten Absprachen wie „Wasch den Hund nicht“ perfekt. Aber so richtig Glücklich waren wir nicht. Dafür waren wir mit den Zeiten Flexibler und der Hund konnte auch mal länger bleiben.

Unsere jetztige Hundesitterin

Ist einfach ein Glücksgriff – Als gelernte Tierheilpraktikerin hat Sie das Auge für die Gesundheit des kleinen Wurms. Momentan macht Sie noch die Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin und der Bewegungsapparat von klein Kuma bekommt so manch eine wackelige Aufgabe. Was uns natürlich freut. (Auch wennn ich eine kleine Eifersuchtsqueen bin und mir am liebsten wünschen würde das er niemals was neues sehen darf, so lang ich nicht dabei bin 🙂 ) Sie selber ist Hundezüchterin und Ihre Hundeunterkunft wurde vom Amt abgenommen. Wir bekommen fast täglich tolle Fotos wie es dem kleinen geht und das erwärmt einem auf der Arbeit natürlich das Herz. Aber nun das was ich am meisten an Ihr schätze. Ich habe gesagt das wir nicht wollen das er mit Quitschetieren spielt und was ist, er spielt nicht mit Quitschis. YEAR. Wir besprechen uns, wie sie Trainiert und gleichen es an. Sie will mit uns zusammen arbeiten und probiert jedem Wunsch gerecht zu werden. Ich glaube manch einer versteht gar nicht, was das für ein Segen ist. Wir werden nicht Sabotiert!! Und ich glaube wir lernen von einander, was mich wirklich sehr freut.

Unser Fazit: Ein guter Hundesitter ist mit Gold nicht auf zu wiegen, der Weg bis zu einem guten Hundesitter ist steinig und schwer. Zum Schluss bleibt nur zu sagen, euer Hund verhält sich ganz anders wenn er immer mit im Büro ist / bei euch ohne Fremdeinwirkung. Denn egal wie gut eure Absprachen sind, es ist nie das selbe.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Hundesitter? Habt ihr euer Baby schon mal über Nacht weg gegeben oder für einen ganzen Urlaub? Dann zur Familie oder doch zum Profi?

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

2 thoughts on “Hundesitter Pro und Kontras”

  1. Da kann ich dir nur beipflichten was das Thema Hundesitter angeht! Ich war auch einmal auf der Suche, aber da es mit der Stelle dann doch nicht geklappt hatte, wurde das Thema erst einmal auf Eis gelegt. Aber mir fällt es auch schwer Loki herzugeben :-/

    Viele Grüße
    Katarina

    1. Als mein Mann Kylar beim Hundesitter auf der Couch liegen gesehen hat, obwohl es verboten war und sich kylar sogar an ihn gekuschelt hat. Gab es das Verbot Couch bei uns auch nicht mehr =) Nicht nur wir Mädels werden da sentimental, ne auch die Buben. Manchmal weiß man gar nicht ob man nun gratulieren soll das du die stelle nicht hast oder dir beileid wünschen. Aber es ist immer im Leben so, eine Tür schließt sich und eine andere geht wieder auf.

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