Spontan Übernachtung mit Hund – Unsere Horrornacht!

Spontan Übernachtung mit Hund – Unsere Horrornacht!

Nach einem Wundervollen Tag am Strand wollten wir einfach nicht nach Hause.

Noordwijk Strandgenuss
Kylar hatte mit uns als Welpe ein Hotel unsicher gemacht und damals war er nicht mal stubenrein. Aber anstatt wie erwartet ins Hotelzimmer zu machen. Hat er beim Abendessen neben unseren Tisch gekotzt.
Es war ein wunderbarer Anfang.

Jetzt als Junghund wollten wir es nochmal probieren. Ohne viel Vorplanung entschieden wir uns einfach über Nacht zu bleiben. Wir waren auf alles eingestellt. Vom Wolfsgeheul bis in die Ecke pinkeln, konnte alles passieren.

Und unsere große Überraschung kam, es wurde die eine Horrornacht…

Das Zimmer an sich war ganz Nett, auf dem Teppich komische Flecken, im Klo Silberfischchen, die Dusche roch nach Chlor und Abwasser aber die Betten waren sauber.
Kylar kam das etwas spanisch vor und er stellte sich vor die Tür, ganz nach dem Motto mit meinem Husky stur Sinn wird die Tür meinem Starren nachgeben.

Wir schauten der weil, die Fotos vom Tag durch und ihm wurde langsam bewusst:“Die meinen das ernst, wir bleiben heute Nacht hier.“ Als er das eingesehen hatte, ging er auf Spinnenjagt. Zweimal in die Luftgeschnappt, beim dritten Mal knackte es ganz ekelig. Fazit meines Mannes, alles was er jetzt isst kommt nicht mehr zu uns.
Mit einem flauen Gefühl legten wir uns schlafen und unser Geist gleich mit.

Pünktlich um Mitternacht, fing der Wahnsinn dann erst richtig an. Der Wecker vom Hotel klingelte. Reflexartig schlug ich auf Ihn ein und meine Männer standen um mich rum. Zu dritt starten wir das Ding an. Der Feind wurde lokalisiert und wir schalten ihn endgültig aus. Licht aus und umgedreht, hörten wir auch schon das plumpsen des Hundes.

Der Wecker unser Feind
Unsere 3 Vorbereitungen die den Weg für Spontanität ebnen:

  • Immer Hundefutter Reserven mit haben.

Da Kylar´s Hauptfutter aus Nassfutter besteht, hab ich meist eine Dose im Kofferraum. Im Sommer muss ich nun an die Dose denken damit Sie nicht zu warm gelagert wird.

  • Alle nötigen Medikamente für Hund und Herrchen auf Vorrat mit haben.

Bei uns ist es so, dass wir die Medikamenteneinmaldosis im Portemonnaie mit haben.

  • Ein Entspannungswerkzeug, bei uns ist es die Hundedecke,

wir haben mehrere Decken in Gebrauch und eine davon immer im Auto mit. Das macht es dem Hund meist leichter sich, schnell ein zu finden.

Alle drei fingen gerade wieder an zu schlafen, als mein Mann mit seinem viel zu Dicken Kissen anfing zu kämpfen und kennt ihr das wenn eure Nerven fühlbar weniger werden und Ihr kurz davor seit zu Implodieren? Wir entfernten das Kissen und wir probierten es noch mal.

Schon wenig später wurden wir von einer Mücke wach gehalten. Ernsthaft die erste Mücke in diesem Jahr musste ausgerechnet in unserem Zimmer, zum Angriff summen? Mein Mann war schon auf 180 und blies zum Gegenangriff. Mit einer Packung Taschentücher bewaffnet hüften wir auf dem Bett rum, um an die Mücke zu kommen, aber anstatt der Mücke fanden wir nur die Leichen ihrer Vorgängerinnen. Gut das ich so super im verdrängen bin und trotz eines Mückenfriedhofs den Mut nochmal fand, das einschlafen erneut zu probieren.

Die Mücke wurde in Übrigen, von meinem rasenden Mann eliminiert. So waren wir völlig erschöpft. Die Nacht war quasi um und wir hatten kaum geschlafen. Ich war gerade wieder am einschlafen, da drehte mein Mann erst richtig auf.

Und kennt ihr den Mann aus der Snickers Werbung? „Wenn du Hungrig bist, wirst du zur Diva?“ Ich kenne Sie nur zu gut, genauso kam es bei uns dann auch. Und im Diva Modus lies mein Mann seinem Frust freien Lauf.

„Welcher spastischer Clown, fand das lustig für die nächsten Übernachtungsgeste, den Wecker zu stellen,…“ Und ich bekam mich von dieser ganzen Ironie kaum ein. So herzhaft hatte ich lange nicht mehr gelacht.
Es war der Horror, aber der Einzigste der wirklich Perfekt war, war unser Hund. Wir waren so Stolz.

Völlig platt von Ungeziefer, Eckel, Hunger, Müdigkeit, zu dicken Kissen und einer Weckerattacke, freuten wir uns auf die letzen Stunden Schlaf und das Frühstück.

Der kleine Mann lag brav neben meiner Bettseite und hatte die Nacht genauso wenig geschlafen wie wir.

Das Frühstück war ähnlich schlecht, eine Orangensaftpresse die keinen Strom hatte, kein Besteck, komische Bauherren die an dem Fenster bastelten, an dem wir saßen und ganz ungeniert einen anstarrten. Am Ende kam mir die Frage der Rezeption schon fast lächerlich vor: „ Hatten Sie einen Schönen Aufenthalt?“ Mein Mann und ich schauten einander in die Augen, verkniffen uns ein ironischen Lachen und bezahlten bitter den Preis von 110€. Wir waren froh am Ende aufbrechen zu können. Ein Strandspaziergang bei eisigen Winden später, machten wir uns auf nach Hause. Wenn Ihr wissen wollt welchen Strand wir mögen, schaut doch mal.

Hier wird gleich ein Nickerchen gemacht.

Hinweis: Bei Spontanen Übernachtungen, bleiben wir nie länger als eine Nacht. Das war ohne Hund schon so und ist mit Hund so geblieben. Für längere Aufenthalten empfiehlt sich eine bessere Planung.

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kylar

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