Unsere 5 Punkte zum Thema Hundepfeife

Unsere 5 Punkte zum Thema Hundepfeife

Die Hundepfeife war bei uns ziemlich untendurch, all die Verrückten die auf der Wiese stehen und pausenlos in ihre Tröte pfeifen und kein Hund interessiert sich für Sie.

Dann waren wir am Meer und auch da verfolgten uns, die ständigen Dauerpfeifer und zu allem Überfluss, kam meist irgendein Hund aber nicht der eigene.

Warum haben wir uns dann doch noch für eine Hundepfeife entschieden?

  1. Warum der Rückruf nicht nur mit der Stimme?

Wenn ich meinem Mann aus dem Bad zuschreie, das die Seife alle ist, bekomme ich nie eine Antwort, wie soll mich da bloß der Hund hören, wenn er weiter weg ist als das Wohnzimmer?

Das ist so eine Sache mit einer Mädchenstimme, selbst wenn ich schreie, kommt beim anderen ein Mäusepieps an und will ich dann auch noch böse schreien, bin ich nur noch die hysterische Verrückte, die im Wald steht und wild aufstampft, während mich keiner ernst nimmt, mit eingeschlossen der Hund.

Dann kommt noch dazu, selbst wenn er mich hört, wer möchte zu einem schreienden Gartenzwerg, freudig heran eilen? Also ich nicht!

Manchmal ist man einfach schlecht drauf, da hat das gar nix mit dem Hund zutun oder man ist Krank so wie ich jetzt gerade. Da bekommt man kaum einen Ton raus und der Hund reagiert nicht, eine Pfeife die genormt ist, gibt immer den gleichen Ton ab, auch wenn man mal Heiser ist oder den Kaffe schon lange auf hat.

Trotzdem benutze ich nicht nur die Hundepfeife, mal Stimme mal Pfeife, so wie es gerade passt. Am Meer zum Beispiel probiere ich es gar nicht mit rufen, der Wind nimmt mir auch die letze Chance, da wird nur gepfiffen und ich muss gestehen ich liebe den Moment wo er sich umdreh, mich kurz ansieht und dann freudestrahlend durch die Wellen gerannt kommt und zwar zu MIR. Wenn ihr lesen wollt welchen Strand wir bevorzugen, schaut doch mal Noordwijk ein Hundestrand zum Niederknien

Herrchens und Frauchens Pfeife, na wem gehört welche =)
  1. Aberglaube Hundepfeife

Als ich mich zum Thema Hundepfeife dann endgültig schlau machen wollte, sind mir ganz viele irreführende Gedanken, anderer Hundehalter aufgefallen. Einer ist mir besonders hängen geblieben.

„Ein Hund reagiert auf eine bestimmte Frequenz besonders und kommt deswegen stets zum Herrchen zurück.“

Also es ist keine Zauber Flöte und ich bin nun auch nicht der Hundefänger von Hameln. Der Hund kommt nicht sobald man eine Pfeife hat, auch nicht wenn es eine Frequenz ist, die wir Menschen nicht hören können. Fakt ist, das der Hund vielleicht bei den ersten malen kommt um das Geräusch zu erkunden, wenn er das nicht kennt.

Der Rückruf muss aufgebaut werden, genauso wie der normale Rückruf auch. Nur das man hierbei auf eine Pfeife konditioniert. Wie ihr den Rückruf ohne Pfeife aufbaut hab ich euch in meinem Artikel Das verflixte Thema Rückruf noch mal genau erklärt. In diesem Artikel geht es mir darum, wie ihr das mit der Pfeife verknüpfen könnt.

  1. Training Zuhause

Manche Hundezüchter, gerade bei den Jagdhunden, trainieren Ihre Welpen schon vor der Abgabe auf die Pfeife. Sie kenne die Pfeife bevor, sie das Sitz kennen. Wie wird das angestellt? Nicht anders als beim erwachsenen Hund, bei jeder Futtergabe wird vorher das Pfeifsignal gegeben.

Der Hund verbindet automatisch, dass dieses Pfeifsignal bedeutet, es gibt zu essen, aber wichtiger noch, er verbindet es mit euch, mit eurer Anwesenheit. Deswegen solltet Ihr das Futter nicht schon im Napf auf dem Boden haben, ihr solltet es direkt nach dem Pfiff dem Hund zum Fressen anreichen – sprich den Napf abstellen.

Man sollte es gut eine Woche lang durchziehen, gerne auch länger.

Wir haben das Zuhause nicht weiter geübt, einfach um die Nachbarn nicht so penetrieren und sind zum Außentraining übergegangen.

  1. Training Unterwegs

Draußen haben wir den Rückruf, mit der Schleppleine trainiert, bevor die Leine stramm gezogen war, haben wir unser Pfeifsignal abgegeben und direkt danach unser Hier Ruf, so dass er das Signal mit dem Hier verbindet, so hatte er schnell raus, Pfiff + Hier =  zu Frauchen laufen.

Wenn das gut sitz, lässt man nach dem Pfiff einfach das hier weg und der Hund kommt dann auch ohne das hier zu einem. Kann aber auch auf Sprachsignal abgerufen werden, was mir sehr wichtig war.

  1. Unsere Pfeifsignale

Die Pfeife eignet sich nicht nur für den Rückruf, viele andere Signale sind gut zu geben mit der Pfeife.

So gibt es denn:

Cheftrainer sind wir schon lange nicht mehr, wenn wir ehrlich sind. Steht ihm die Pfeife nicht gut? meiner kleinen Tröte
Sitzpfiff,

Downpfiff – bei dem der Jagdhund, sofort ins Platz fällt, wie ein Klappstuhl und den Kopf zwischen die Vorderpfoten legt, um bei der Jagd nicht in der Schussbahn zu stehen oder das Wild zu vertreiben

Stopppfiff – der Hund stoppt und sucht Blickkontakt zum Halter

Suchpfiff – bei der Dummyarbeit im Voran benutz, der Hund soll solange Voran laufen, bis das Gebiet in dem er suchen soll erreicht ist, dann kommt der Suchpfiff und er fängt das Suchen an. Mehr zum Dummytraining findet Ihr in unserer Serie Dummy Training Teil 1

Benutz ihr auch eine Pfeife? Wenn ja welche Signale benutz Ihr?

Oder habt Ihr noch Fragen zum Thema Pfeife, dann schreibt doch gerne einen Kommentar, würde mich sehr freuen.

 

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kylar

4 thoughts on “Unsere 5 Punkte zum Thema Hundepfeife”

  1. Liebe Eva, vielen Dank für den Artikel. Leider hat meine Hündin (3J., Mix Border Collie/ Bergamasker) Angst vor der Pfeife (auch vor Clicker). Wir kommen nicht mal richtig zu den Basics wie Leckerli geben, weil sie trotz leisem Doppelpfiff sofort den Schwanz einzieht und sich trollt. Die Vorbesitzerin hatte uns gewarnt, dass sie z.B. bei Schimpfen urinieren würde, hat sie bisher bei uns nicht. Sie lebt erst seit 2 Wo. bei uns, ist aber längst angekommen und besonders mit mir verbunden, ist sehr verschmust und sanft, hat einen guten, aber teils unausgereiften Grundgehorsam. Was kann ich tun, um ihr die Pfeife schmackhaft zu machen, ihre Lieblingsleckerei ziehen leider nicht, die Angst siegt unmittelbar.
    Danke für dein kurzes Feedback, liebe Grüsse aus der Schweiz,
    Bianca und Bailey

    1. Hallo Bianca,

      Hier ist die Frage ob die Pfeife nötig ist? Ja eine Pfeife hat viele Vorteile, verängstigt sie einen Hund nur. Macht es aber vielleicht keinen Sinn.
      Trotzdem bin ich der Meinung. Das man nicht alles wovor der Hund Angst hat direkt meiden sollte. Genauso wie bei einem Kind, kann man gemeinsam die Angst überwinden.

      Wenn sie so Angst vor dem Geräusch hat würde ich zu zweit trainieren. Jemand anderem die Pfeife geben und ihn in einem größeren abstand Pfeifen lassen. So kann sie bei dir Schutz suchen und verbindet direkt damit. Das sie bei dem Geräusch zu dir soll und das du ihr halt bietest. Sobald sie die Angst etwas von dem pfeifen verlorenen hat und Leckerchen von dir annimmt würde ich weitere Schritte üben. Und die Pfeife immer näher kommen lassen. Bis du sie dann pfeifen kannst. Die Person die pfeift wird wohl erstmal gemieden werden. Ist vielleicht schlau jemanden zu wählen der nicht so viel Kontakt mit dem Hund hat.
      Wir persönlich clicker nicht und arbeiten mit einem Bestätigungswort, vielleicht ist das die Alternative für euch.

      Kannst aber gerne über das Kontaktformular zu mir Kontakt aufnehmen und ich frage nachher mal meinen Mann ob er noch eine zündende Idee hat 😉

      Liebe Grüße

      Eva und Kuma

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