Was muss mein Welpe können? Teil 2

Was muss mein Welpe können?

Im Teil 1 haben wir euch erzählt welche Grundregeln wir haben und warum diese Wichtig sind. Heute in Teil 2 geht um die ersten Kommandos die wir mit unserem kleinen Kuma geübt haben.

Schon im Welpenalter üben wir in kleinen Trainingsfrequenzen die ersten Grundkommandos. Natürlich wird das ein oder andere umstrukturiert sobald das Gehirn mit Hormonen überschüttet wird und das kleine Monster namens Pubertät kommt. Doch früher oder Später wird er sich wieder daran erinnern und dann haben wir eine stabile Grundlage geschaffen.

Welche Kommandos wir als erstes Trainieren?

Wichtig ist das man seinen Welpen nicht überfordert, ihn mit Freude dazu bewegt das Lernen Spaß macht und so ein besseres Team wird.  Es wird häufig davon gesprochen nur 3 Befehle mit einem Welpen zeitgleich zu trainieren. Wir haben schnell gemerkt das Kuma für mehr Kommandos offen war und haben das Ganze nach seinem Bedarf gesteigert. Was wir allerdings nie gemacht haben, waren zwei sehr ähnliche Kommandos zeitgleich trainiert, das führt eher zu Trainingsrückschritten und Verwirrung.

  1. Hier

Da Welpen in den ersten Wochen noch sehr stark Folgen, üben wir gerade dann das Hier. Der Abruf wird gefestigt und mit Leckerchen und überschwänglichem Freuen belohnt. So bald der Welpe außerhalb nicht mehr Folgt, sondern auf eigene Faust die Welt erkunden geht, mutiger wird. Kommt er an die Schleppleine und auch dann wird das Hier wieder trainiert. Wie Ihr das Trainieren könnt, lest ihr in unserem Artikel Das verflixte Thema Rückruf nach.

  1. Abbruchsignal

Als zweites, was wir als sehr wichtig empfunden haben, war ein Abbruchsignal. Sei es das der Welpe in die Finger gebissen hat oder was vom Boden Fressen wollte. Im Zeitalter der Giftköder kann mein Hund auch später das Platz beherrschen, Hauptsache Kuma lebt weiter, weil er nichts vom Boden gefressen hat und auch sonst auf ein klares Nein von uns reagiert hat. In einem unserer Ersten Artikel hab ich euch beschrieben wie wir dies gemacht haben wie kann ich meinem Hund abgewöhnen alles vom Boden zu essen?

  1. Sitz

Das Sitz ist das erste Kommando um den Welpen an einem Ort zu fixieren. So kann er lernen auf etwas zu warten und nicht immer los zu stürmen. Es ist der erste ruhigere Befehl der nichts mit Bewegung zu tun hat und ihm auch etwas Ruhe bei bringt.

  1. Seinen Namen

Wenn der Welpe ein zieht, weiß er nicht sofort seinen Namen, also sollte man mit seinem Hund üben das er bei seinem Namen Blickkontakt mit einem herstellt. Dazu nimmt man ein Leckerchen und führt es von der Nase des Hundes zu euren Augen, schaut er euch in die Augen, sagt Ihr seinen Namen und fütter das Leckerchen. Denn ein Hund der einen ansieht, nimmt auch eher Kommandos entgegen.

Welche Befehle habt ihr eurem Welpen bei gebracht? Was war euch besonders wichtig?

Kuma ist nun 6 Wochen bei uns und wir haben viel Zeit mit dem kleinen verbracht. Haben immer darauf geachtet das er Freude daran hat und wir alles spielerisch umsetzen. Hier ging es nie darum schnell viele Kommandos zu lernen. Sondern liebevoll den kleine Mann auszulasten und ihm Ruhe zu schenken wenn er welche braucht. Trainingseinheiten sind immer gestückelt und werden über den Tag in den Alltag integriert. Achtet bitte auf eure Hunde. Wenn sie es langsam brauchen gebt ihnen die Zeit um alles zu verstehen. Wir haben bei Kuma gemerkt das wenn wir zu wenig machen er es einfordert oder wenn es zu leicht ist er die Lust verliert.

Was wir bis jetzt geübt haben:

  • Hier
  • Nein
  • Sitz (auf Distanz und aus dem Lauf*)
  • Kuma (sein Name)
  • Platz (auf Distanz und aus dem Lauf*)
  • Dreh dich
  • Rolle
  • Pfötchen
  • Hi 5 *
  • Hop
  • Apport
  • Bei Fuß
  • Hand* (bei Fuß ohne anblicken)
  • Durch*
  • Seite (Grundstellung direkt neben einem)
  • Decke

* diese Bereiche sind noch nicht gefestigt


Die meisten Befehle funktionieren mit Handzeichen und Sprachzeichen. Aber auch nur mit einem von Beidem.

Mit Kuma wird jeden Tag gearbeitet. Auf den Spaziergängen erhöhen wir seine Aufmerksamkeit, durch kleine Trainingseinheiten und machen uns schon früh zum Interessanten Weggefährten. Er wird nicht nur Körperlich sondern auch Geistig in kleinen Portionen ausgelastet. Welche anderen Methoden es gibt für seinen Hund interessant zu sein? 5 tipps wie dein hund mehr auf dich achtet

Genauso gibt es aber auch ein reines Gammelwochenende und wir kuscheln uns gemeinsam auf der Couch zu Tode.


Wie sieht euer Welpentraining aus?

Wir sind schon gespannt.

Liebe Grüße und nasse Küsse
Eva und Kuma

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