Wie kann ich meinen Hund abgewöhnen alles zu fressen?

Wie kann ich meinem Hund abgewöhnen alles zu fressen?

Kylar war ein Staubsauger. An einem saftigen Pferdeköttel kann man doch nicht vorbei gehen. Aber genau das wollte ich umsetzen. Egal wo wir waren, Kylar saugte alles auf, umso ekeliger für Frauchen, umso besser für den Husky. Bis es zum Dönertag kam.

Grenze Döner

Das kennt doch jeder, auf der Morgenrunde, liegt auf einmal ein halber Döner im Strauch. Wo kommt er her? Was tut er da?

Aber wie bin ich auf Ihn aufmerksam geworden, richtig ich habe Kylar gerufen und er war verschwunden. Schnell hab ich den Streuner gefunden. Das halbe Gesicht mit Cocktailsoße voll, hielten seine Pfoten, stolzen den Döner in der Hand.

Panik Giftköder

Welcher gesunde Mensch lässt denn einen guten Döner liegen, das kann nichts Gutes bedeuten. Schreiend, mit den Armen wedelnd, rannte ich auf Kylar zu. Er schnappte sich ein großes Stück und fraß im Laufen hecktisch weiter. Als ich ihn endlich eingeholt hatte, mit meinen viel zu kurz geratenen Beinen und dem Gebüsch, was mich doch tatsächlich behindern wollte, auf meiner Mission. Hatte er schon alles hinunter geschlungen. All meine Nein rufe hatten nix gebracht und der werte Herr hatte sich den Magen vollgeschlagen.

Voller Sorge ging ich nach Hause und erzählte die ganze Geschichte meinem Mann. Stundenlang beobachten wir Kylar, ob es ihm vielleicht nicht gut geht, ob wir zum Tierarzt müssen. Aber er schlief nur tief und fest.

Stunden voller Angst

So vergingen die Stunden und uns wurde klar das es kein Gift gewesen sein konnte. Unsere Angst verwandelte sich in Wut. Wut auf den Menschen der einen Döner weg schmeißt, Wut auf den Husky, das er ihn gefressen hat und auch Wut auf mich das er das Nein nicht ernst nahm.

Die Lösung

So grübelte ich Tage vor mich her und machte mich schlau wie man das Problem angehen könnte. Ein sehr schöner Artikel zu dem Thema findet Ihr https://www.giftkoeder-radar.com/blog/2011/11/giftkoder-%E2%80%93-aus-nein-pfui/. Und auch Ich kam zu dem Endschluss, dass ein Nein nichts mit Freude zu tun hat. Ein Nein soll einem keinen Spaß machen.

Fandet Ihr das Lustig wenn die Mama was verboten hat, natürlich nicht. Aber was mir auch im Kopf stecken geblieben ist, ich habe das Nein meiner Mutter nur dann Ignoriert wenn ich wusste da kommt kein schlimmer Ärger. Ich wusste ganz genau, wann sie es ernst meinte und wann nicht. Unsere Hunde wissen das schon lange, aber selbst wenn wir es ernst meinen, bekommen sie keinen Ärger. Weil sie verzogen sind, von der Philosophie der Positiven Bestärkung.

Unser Köderlieferant

 

Grenzen brauchen auch Negative Bestärkungen.

Man, vor allem Hund, lässt unerwünschtes verhalten viel eherr, wenn er die Konsequenzen kennt.

Bei unserem Fall hieß das, es gab bei jedem aufgenommen Pferdemisst, Ärger. Wir haben ihn dazu gebracht es aus zu spucken, haben uns groß vor ihm gemacht, ihn von den Pferdekötteln weg geschubst und den Platz für uns beansprucht. Hat er den Misst von sich aus in Ruhe gelassen, gab es ein Lob, ab und zu auch ein Leckerchen, Dazu muss man sagen Kylar ist da was eigen, er Lob sich auch schon mal ganz gerne Selber mit ausgiebig Schnüffeln etc.

Zu Hause haben wir dann das Nein gefestigt.

Hier meine Tipps.

Hunde müssen auch Geduld lernen, es ist eine Art der Selbstbeherrschung. Dieser Tipp hilft beim Nein üben, genauso sehr wie bei der Selbstbeherrschung.

Lasst euren Hund sitz machen. Nehmt nun ein Leckerchen in die offene Hand. Ihr haltet es in die Reichweite des Hundes und verbietet es. In unserem Fall mit Nein. Probiert der Hund es dennoch zu nehmen, Schließt Ihr die Hand blitz schnell. Er sollte das Leckerchen nicht bekommen. Nimmt er es nicht, Lob Ihr ihn und gebt Ihm ein anderes Leckerchen.

Wichtig: Gebt Ihr das selbe Leckerchen, kann der Hund auch verknüpfen, das er verbotene Sachen später eh bekommt, also warum warten?

Hat euer Hund das verstanden könnt Ihr die Übungen steigern. Es zum Beispiel im Platz machen lassen während der Schatz zwischen seinen Pfoten liegt.

Kylar ist darin mittlerweile Spitzenklasse und dreht den Kopf weg, was er nicht sieht kann auch nicht verlockend sein.

Nach und Nach die Sitzungen steigern, verlockendes einfach in der Wohnung auf den Boden legen, es dem Hund verbieten und zum Beispiel den Haushalt machen. So habt Ihr ein Auge auf den Hund, könnt seine Selbstbeherrschung Trainieren und auch eingreifen wenn er es doch nehmen mag. Bitte die Zeitabstände langsam steigern und definitiv Belohnen wenn er es brav gemacht hat. Warten soll sich schließlich Lohnen, so ist er später auch ruhiger wenn man essen geht oder in Warteschlagen ansteht.

Ach und zu guter Letzt, Hunde wissen häufig wann sie beobachtet werden und wann nicht. Gerne machen sie unerlaubtes hinter eurem Rücken. Wir haben das ganz einfach trainiert:

Es wurde ein sehr leckeres Objekt der Begierde im Wohnzimmer auf dem Boden gelegt, Kylar haben wir es dann verboten und den Raum verlassen. Über unsere Notbookkamera konnten wir dann sehen was er so treibt, in dem Moment wo er ans Leckerlie gehen wollte haben wir aus dem Flur ein bestimmtes Nein gerufen. Das haben wir einige Male wiederholt und das Fazit selbst wenn wir nun in den Keller gehen die Wäsche umschichten, nimmt er es nicht. Auch draußen nimmt er hinter unserem Rücken nichts, weil wir ja im Hinterkopf Augen haben.

Sodass waren meine Tipp´s, ich hoffe sie haben euch gefallen und helfen schnell weiter.

Liebe Grüße

Eva und Kylar

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