Wie lernt mein Hund allein zu bleiben?

Wie lernt mein Hund allein zu bleiben?

Oder besser ich Rufe meinen Hund an und frage wie es ihm geht.

Ach ja, mein ach so leidiges Thema. Allein bleiben, warum sollte der Hund das überhaupt, wenn es nach mir gehen würde, wäre er überall dabei.

Aber verdammt noch mal, es geht nicht nach mir. Also muss der Hund auch mal allein sein!

Hier möchte ich euch erzählen wie, wir das geübt haben. Ob es später die richtige Lösung für euch ist, das müsst ihr am Ende allein entscheiden.

Kylar ist als Welpe bei uns eingezogen, wir haben dann all mögliche Tipps bekommen:

  • Sperrt euren Hund in einen Kennel (kleine Box/Käfig ähnlich wie beim Auto fahren) ein, nachts und immer wenn ihr das Haus verlasst.
  • macht ihm das Radio an, wenn ihr geht
  • sperrt ihn in den Garten, da kann er sich allein beschäftigen

Manche Aussagen haben mich wirklich Schockiert. Personen die Ihren Hund immer in einen Kennel eingesperrt haben, sobald Sie das Haus verlassen haben oder schlafen gegangen sind. Der Hund war teilweise länger in der Box als draußen, was für ein Leben, man darf sich einmal im Kreis drehen.

Für uns war klar, wir möchten das sich Kylar frei bewegen kann und so haben wir das Training aufgenommen.

Kylar allein – dann eben Kuscheln mit dem Monster Knochen – wenn Frauchen duscht

Wie haben wir Trainiert

Als sich Kylar bei uns eingelebt hatte, haben wir die ersten Schritte gewagt.

  1. Kurz alleine lassen

Am besten fängt man damit an, wenn der Welpe müde ist, allerdings noch wach, er soll mit bekommen, dass man den Raum verlässt.

Es wird also zuerst der Raum verlassen, hierbei die Tür geschlossen und nach einem kleinen Moment kehrt man wieder zurück.

Dies macht man mehrfach am Tag.

  1. Wohnung verlassen

Nun bleibt der Hund für einen Moment allein im Zimmer, jetzt haben wir, die Wohnung verlassen, immer nur kurz, mal den Müll runter gebracht, mal sind wir Wäsche umschichten gewesen.

Nimmt er auch das hin, kann es weiter gehen mit Schritt drei.

Unsere Goldenen Regeln

  • Kylar bekam keine Aufmerksamkeit vor dem verlassen, das macht es dem Hund nur noch schwerer

  • Kylar bekam keine Aufmerksamkeit, wenn er beim wieder kommen hoch drehte, nur ein ruhiger Hund wurde direkt begrüßt und es gab auch ein Leckerchen fürs Warten

  • Hat Kylar gejammert, bin ich nicht zurück gegangen, erst wenn er ruhig war, damit meine ich nicht so lange draußen zu bleiben bis der Hund 3 Stunden gejammert hat, Nein auch Hunde holen Luft. Doch ein wiederkommen wenn er jammert, hätte ihm nur gezeigt,- wenn ich jammere, dann kommt Frauchen.

  1. Wohnung angezogen verlassen

Kylar hatte es schnell raus, sind wir in den Hauslatschen aus der Tür gegangen, wusste er, dass wir schnell zurück sind. Haben wir mit dem Hausschlüssel geklappert und die Jacke angezogen, war dass das Signal für ihn – ich darf mit-

Also nun zieht man mehrfach am Tag die Jacke und die Straßenschuhe an, klappert mit dem Schlüssel und verlässt für einen kurzen Moment das Haus.

  1. Zeit dehnen

Wenn euer Hund das nun auch gut Akzeptiert, dann fang an die Zeit etwas zu dehnen. Das bedeutet jetzt nicht, direkt 1 Stunde, wenn Ihr vorher erst ein paar Minuten hattet.

Ich habe in der Zeit angefangen, kurz zum Edeka und zurück zu laufen. Kein Großeinkauf, aber eben das für den täglichen Bedarf, war schnell geshopt.

Und so haben wir die Zeit dann langsam verlängert.

Auch Pokemone go hatte da so seine Vorteile, im Krankenhauspark gibt es wunderbare Pokemone, aber der Hund darf nicht mit, mal eben schnell hin geflitzt und wieder zurück.

Unser Geheimtipp:

Wir haben mein Notebook genommen und Skype installiert, da mein Notebook eine Cam hat, konnte ich dann mit meinem Handy über das Skype App meinen Computer anrufen.

Am Computer kann man es so einstellen, das die Anrufe einer bestimmten Person immer angenommen werden, so konnte ich von unterwegs immer Kontrollieren wie es Kylar geht und aufpassen, dass ich es nicht übertreibe. Zudem hatte ich Ton und konnte kontrollieren ob er winselt etc.

So waren wir einige male unterwegs und Freude fragten mich dann, als ich mein Handy aus der Tasche gezogen hab – was machst du da.- Die Antwort lag doch auf der Hand.

Ich rufe meinen Hund an und frag ihn wie es ihm geht.

Kylar schläft friedlich vor der Haustür, wärend ich ihn anrufe

Okay man könnte mich als über Mami bezeichnen, schuldig im Sinne der Anklage und doch hab ich mich besser gefühlt, wenn ich ihn friedlich schlafend gesehen hab.

So haben wir Schrittweise die Zeit gedehnt, aber das lief nicht alles bei uns so rund wie es sich jetzt anhört und das lag an mir. Was alles in unserer Trainingszeit schief gegangen ist und wie wir dann doch noch die Kurve bekommen haben, das könnt Ihr morgen in der Midoggy Parade Lesen an der wir teilenehmen werden.

 

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kylar

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