Wie lernt mein Hund Ruhe?

Wie bringe ich meinem Hund Ruhe bei?

Kylar entspannt bei uns Zuhause innerhalb von Sekunden, viele unserer Gäste sprechen uns drauf an was mit unserem Hund los wäre, man würde ihn gar nicht mit bekommen.

Sind wir allerdings bei anderen zu Hause, dauert es eine Ewigkeit bis Kylar entspannt und ruhig wird. Doch er unterscheidet, ganz klar zwischen Orten, wo er sich frei bewegen kann und Orten wo er an einem Ort bleiben soll.

Wie wir das also trainiert haben, das Kylar gelernt hat, zuhause ist mein Ruhepol und wie wir diese Ruhe auch nach draußen mit genommen haben, erkläre ich euch in diesem Artikel.

Was ist denn Entspannung?

Entspannung ist der Gegensatz zur Aufregung, man ist ruhig und die Umwelt bietet wenig Reize die für einen spannend sind.

Um Entspannung zu trainieren sollte man schon als im Welpenalter damit anfangen.

Welche Übungen haben wir gemacht?

Die Decke

Eine unserer ersten Übungen war, dass Kylar zu knabbern nur auf der Decke bekommen hat.

Am Anfang haben wir ihn auf die Decke gebracht und Ihm da ein Leckerchen gegeben, mit dem Kommando Decke.

So haben wir den Abstand dann zur Decke vergrößert und ihn auf die Decke geschickt, ist er gelaufen, gabs dort was zu kauen.

Natürlich gab es die Momente, wo er seine Kaustange mit nehmen wollte. Dann wurde er mit der Stange wieder auf die Decke gebracht.

Heute ist es so, Kylar weiß genau, Leckerchen werden nur auf der Decke oder im Garten gegessen. Aber eine zweite Sache hat sich dadurch entwickelt.

Die Decke ist der Ort an dem Leckerchen gibt und er entspannt auf ihr, denn Kauen entspannt Hunde.

Egal wo wir die Decke mit hin genommen haben, es war direkt ein Stück Heimat. Im Urlaub hat er runden um die Decke vor Freude gedreht und auch in der neuen Wohnung hat er es genossen, etwas Bekanntes wieder zu finden. Mittlerweile liegt seine Decke im Büro und er war vom ersten Tag an der ruhige Hund der mit sich und seiner Decke glücklich war.

Ich bin der Meinung, dass es Kylar viel gebracht hat einen festen Platz zu haben. Dort hat er seine Ruhe und kann sich auch zurück ziehen. Mit der Zeit lernt der Hund, dass dort einfach Ruhe einkehrt und entspannt sich.

Tipp:

Konditioniert ihr euren Hund, zusätzlich auf eine kleine Reisedecke, so könnt ihr diese auch mit ins Restaurant nehmen und euer Hund entspannt auch dort viel schneller. Natürlich auch für alle anderen Gelegenheiten, wie Picknicken, Zelten, Freunde besuchen etc.

 

Möchte man seinem Hund auch an Orten helfen zu entspannen wo eine Decke nicht möglich ist oder man hat sie mal nicht mit. Kann man dafür natürlich auch andere Möglichkeiten nutzen. Zwei möchte ich euch gerne noch vorstellen.

Ins Koma Streicheln

Oh da bin ich echt ein Freund von und Kylar natürlich auch, Hunde die nicht gerne angefasst werden, für die bedeutet diese Methode Stress und ist nicht zu empfehlen, für Hunde die allerdings gerne mal gestreichelt werden, ist es optimal.


Und es ist so einfach, durch das Streicheln werden Hormone frei gesetzt, diese Hormone führen zur Entspannung. Wie Ihr streicheln müsst? So wie es euer Hund gerne mag, probiert es einfach mal aus, Streichelt „wild“ drauf los und guckt wo euer Hund am meisten genießt.

Nun streichelt Ihr einfach mehrfach täglich über euren Hund und führt ihn zu Entspannung. Dabei könnt Ihr auch ein Signal mit einbauen. Zum Beispiel Easy. Nun wird er auf dieses Signal konditioniert. Ist er dann mal in einer Situation, in der er aufdreht, könnt ihr ihn mit dem Easy zurück holen und stoppen, er wird runterfahren, natürlich wird er sich nicht direkt hin legen und schlafen aber ihr habt wieder Zugang zum Hund und könnt ihm nun ein ausweich Verhalten anbieten. Bietet Ihr kein anderes Verhalten schaukelt sich der Hund schnell wieder in sein altes Verhalten, sein überdrehtes Ich zurück.

Damit diese Methode nicht fehlverknüpft wird, müsst ihr umso öfters Ihr sie einsetzt, zu Hause wieder auffrischen. So dass es immer noch mit Entspannung verbunden ist und nicht mit Aufregung.

Um das Kommando zu festigen, könnt ihr natürlich auch in jeder Situation wo euer Hund entspannt ist, das Kommando nennen und es so mehr zu verknüpfen.

Entspannung geht durch die Nase

Hab ihr nun einen Hund der eben nicht gerne angefasst wird oder Körperkontakt bei bestimmten Situationen eben nicht sinnvoll ist. Kann man die Entspannung auch zum mitnehmen verpacken.

Ich glaube jeder von euch kennt das. Ihr riecht frisch aufgesetzten Kaffee und schon habt ihr ein angenehmes Gefühl und genau das wollen wir auch bei eurem Hund schaffen.

Dafür zieht ihr immer wenn euer Hund sich entspannt, also schlafen geht etc., ein Halsband an, was mit Lavendelduft betropft ist. Er wird zügig verstehen, dass immer wenn dieser Geruch kommt, auch Entspannung kommt.

Nun könnt Ihr das Halstuch auch anziehen, wenn es mal hecktisch ist und er wird wieder etwas runter fahren, das ist nie ein Dauerzustand, denn Reize führen zu Erregung und ihr könnt euren Hund damit nur in andere Bahnen lenken und ihm helfen bestimmte Situationen besser zu meistern.

Denkt immer daran, alle Übungen müssen regelmäßig wiederholt werden, damit sie ihre Wirkung behalten.
Was macht ihr damit sich eure Hunde entspannen? Und wie habt ihr es bei gebracht das es auch mal Ruhephasen geben muss?
Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kylar

4 thoughts on “Wie lernt mein Hund Ruhe?”

  1. Als Frauchen eines Hundes, der schnell „hochfährt“, ist Entspannung ein wichtiges und interessantes Thema. Das mit dem Duft und Entspannungssignal kannte ich schon, nur Loki mag keine Halstüchef tragen.. aber wir nutzen für unsere Deckenübung ein spezielles Entspannungslied ☺ Toller Beitrag!

    1. Das mit dem Lied kannte ich nur von Kindern. Eine Freundin hat immer eine Spieldose auf den Babybauch gehalten und später was Kind auch schnell ruhig sobald diese Dose spielte. Wäre nie drauf gekommen das beim Hund auszuprobieren. Aber warum eigentlich nicht.

  2. Guten Morgen,

    wir haben zwar zuhause keine Decke, aber Körbchen – ist ja quasi das selbe. Mir war es von Anfang an wichtig, das Kathy einen festen Platz hat, denn so kann man sie auch mal „aus dem Weg“ räumen, wenn es auch hektisch zuhause wird oder Besuch an der Tür steht. Egal wann. Im Geschäft ist es ähnlich, wobei sie sich da schon selbst so auf ihre Ecke fixiert hat, dass wenn ich das Körbchen mal wo anders hin lege, sie trotzdem in diese Ecke geht. Das war etwas ungeschickt, als gerade ein Umbau direkt neben dieser Ecke war, aber sie schien sich an dem Krach nicht zu stören. Hauptsache sie konnte auf Ihrem Platz liegen.

    Ansonsten machen wir das ähnlich wie du. Immer eine Decke dabei, wenn möglich.
    Ganz toller Beitrag. 🙂

    Schönen Wochenstart,
    Yvo & Kathy

    1. Danke ☺ja das kenne ich nur zu gut. Diese bockigen Hunde. „Nein das ist mein Platz“ und wenn da ein Panzer drüber rollen würde. Haha

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