Wie nehme ich meinem Hund die Angst?

Wie nehme ich meinem Hund die Angst?

Gerade bei den Welpen, Junghunden oder Traumatisierten Hunden kommten Angstzustände häufig vor.

Nun hat man zwei Möglichkeiten entweder man lässt es einfach so und lebt mit der Situation oder man probiert als Team die Angst zu überwinden.

Da gibt es wirklich Zwei grundlegend unterschiedliche Ansichten. Die einen Menschen möchten Ihrem Hund es nicht antuen, ständig mit beängstigenden Situationen konfrontiriert zu werden und wenn es nicht zwingend Notwendig ist kann man es ja auch sein lassen und es geht dem Tier dann besser. Ein schönes Beispiel dafür ist das Schwimmen, wenn der Hund halt Angst vor Schwimmen hat, dann geht man halt nicht Schwimmen. Tut einem nicht weh und man kann es schön ignorieren.

Meine Ansicht dazu ist etwas anders, ich finde es extrem Schade, wenn ein Lebewesen durch Angst an Freude gehemmt ist. Das bedeutet nicht, das ich meinen Hund packe und ins Wasser schmeiße damit er schwimmt. Aber die Angst zu ignorieren will ich auch nicht. Also suche ich einen entspannten Weg, gemeinsam mit meinem Vierbeiner die Angst zu überwinden und nehme somit jeden Angstzustand als Brücke zu einer festeren und innigeren Bindung.

Wie wir das machen?

Als Welpe hat Kuma gerade vor allem etwas Angst und dann ist er neugierig oder sogar Vorwitzig, da hat man meist ein sehr leichtes Spiel, aber Grundbaustein bleibt der Gleich.

  1. Zuerst schaut Ihr euch das Objekt der Angst aus der Entfernung an, hat er nur Angst wenn es sich bewegt oder Geräusche von sich gibt, sollte das in diesem Moment unterbunden sein. Also ein stehende Mülltone.
  2. Ist er in der Entfernung ruhig, also sitz bei euch oder entspannt sogar könnt ihr den nächsten Schritt in angrif nehmen. Langsam bewegt ihr euch gemeinsam auf die Mülltone zu. Hierbei darf euer Hund gerne hinter euch Schutz suchen oder mit Leckerchen bestochen werden. Immer in kleinen Schritten arbeiten, bis ihr an der Mülltone angekommen seit.
  3. Wenn ihr an der mülltone seit, lasst ihn das Objekt beschnüffeln und erkunden. Leckerchen können an den Reifen etc versteckt werden, so dass scheinbar das Objekt ihn füttert und dabei nichts passiert.
  4. Als nächsten Schritt würde ich die Mülltone öffnen und Müll einwerfen, jeden Schritt bewusst mit dem Hund machen, weicht er zurück weil es kurz geknallt hat, warten oder locken bis er wieder an der Mülltone ist und sich überzeugt es ist nicht schlimmes passiert.
  5. Merkt er das die Mülltone nie was tut, auch wenn es mal lauter wird, rühig mal die Mülltone ein Stückchen fahren, wenn ihr irgendwann Gassi gehen wollt und dabei nur schnell die Mülltone vor die Tür schieben wollt, werdet ihr an mich denken =)

Wichtig die Angst nicht bestätigen in dem man ihn in dem Moment viel streichelt oder verhätschelt, lieber Schutz bieten, souverän auftreten und zeigen das man selber keine Angst hat und das man sich so nicht verhalten braucht. Mit Leckerchen dann die neugierde bestätigen. Nimmt ein Hund übrigens die Leckerchen kann die Angst nicht so groß sein, bei wirklicher großer Angst nimmt der Hund auch keine Leckerchen mehr. Dann ist es ihm viel wichtiger sein Überleben zu sichern durch Wegrennen oder Angriff aber nicht durch fressen.

Diese Situationen, die ihr gemeinsam meistert, wo ihr gemeinsam die Angst überwindet, Ihm schutz bietet, festigt eure Bindung enorm. Schleift ihr euren Hund zur Mülltone, von wegen er muss da jetzt einfach Durch oder ähnlichem, kann es auch zu einem Vertrauensbruch führen. Es ist also immer die Wagschale zu halten, zwischen für den Hund da sein und ihn zu sehr zu verhätscheln.

Meiner Ansicht nach, tut man seinem Hund gut, wenn man Ihm liebevoll die Angst nehmen kann, denn dann kann er auch ein toller Begleiter sein der fast immer mit kann und sich daran erfreut.

Was tun wenn man auf das Objekt der Angst keinen Einfluss hat?

Kylar hatte immer Angst vor Kühen, Pferde waren Toll aber Kühe – sind einfach anders aussehende Pferde die doof sind- Aber auf die Kühe hatte ich keinen Einfluss, ich konnte nicht sagen das er sich nicht bewegen soll, so eine Kuh bewegt sich einfach wann sie will und manchmal auch echt komisch. Wir haben uns bei solchen Situationen, in die Nähe von dem Objekt gesetzt, wo wir Schutz hatte. An den Weidezaun, war unser Motto bei den Kühen und da haben wir dann einfach in sichher Entfernung getrickst und entspannt. Als er dann neugierig wurde und sich die Kühe ansehen wollte, haben wir das Bestätigt. So konnten wir schrittchenweise immer näher an den Zaun und später sogar die Kühe am Zaun füttern. Das er einen Gesunden abstand zu Ihnen gehalten hat, fand ich immer sehr gut. Denn ein Hund hat nichts an den Beinen von Kühen oder Pferden zu suchen, wenn es nicht sein Job ist!

Hat also euer Hund Angst vor Menschen solltet Ihr ähnlich vor gehen, am besten den Mensch von hinten vorstellen, er darf sich dabei auch klein machen und warten bis der Hund von Hinten an ihn ran tritt. So einfach verharren und schnüffeln lassen. Gegebenenfalls  die Hand nach hinten strecken und nah am Körper mit Leckerchen bestehen. Das selbe dann aus der Seitlichenposition und später von vorne. Erst dann Aufrichten. Auf streicheln oder ähnliches würde ich erst einmal verzichten und sich langsam ran tasten.

Wo vor haben eure Hunde Angst?

Wie habt ihr das in den Griff bekommen? Freue mich auf eure Kommentare.

 

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

1 thought on “Wie nehme ich meinem Hund die Angst?”

  1. Toller Beitrag! Werde vieles davon austesten. Besonders die Angst vor fremden Menschen und Hunden ist groß. Hast du Vllt auch einen Tipp, wie ich das mit den fremden Hunden angehen Kann?

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