Wie setze ich ein Markerwort richtig ein?

Wie setze ich ein Markerwort richtig ein?

Simsala Bim – Das magsiche Wörtchen im Einsatz.

Ich sag FEIN und Kuma schaut mich erwartungsvoll an. Denn FEIN bedeutet Leckerchen, FEIN = Belohnung und „yes ich habe alles richtig gemacht“ schießt ihm durch die Birne. In dem Moment verstehen wir uns, kein Missverständnis steht im Raum.

Unser Markerwort bedeutet einander Verstehen, gibt uns Sicherheit das wir vom gleichen sprechen und ist die Zusage für eine Belohnung.

Doch, wann genau setze ich das Markerwort ein?

Euer ganz persönliches Markerwort, solltest du immer dann verwenden, wenn dein Hund etwas richtig gemacht hat. Nach einem ausgeführten Kommando oder wenn dir etwas besonders gut in seinem Verhalten gefällt.

So kannst du punktuell gutes Verhalten belohnen und bestättigen. Dein Hund wird es sich merken und das Verhalten öfters anbieten.

SIGNAL – UMSETZUNG – RICHTIG = MARKERWORT – GRIFF ZUR BELOHNUNG

Wie kann ich mit einem Markerwort unerwünschtes Verhalten ändern?

Vor jedem unerwünschten Verhalten kommt auch erwünschtes Verhalten. Doch das gute Verhalten belohnen wir oft nicht, häufig gehen wir hin und „strafen“ unerwünschtes Verhalten.

Im Training mit dem Markerwort ist es wichtig, das erwünschte Verhalten vor dem unerwünschten zu bestättigen. Manchmal sind es auch nur Andeutungen vom erwünschten Verhalten und noch nicht das Verhalten selber.

Das ist aber gar nicht schlimm, denn du willst nich nur die Perfektion Belohnen, sondern deinem Liebling zeigen das sein Ansatz gerade richtig war.

So wird er häufiger diesen Ansatz zeigen und diesen auch weiter Ausbauen. In kleinen Schritten nähert ihr euch also der Perfektion. Wichtig ist auch die Zwischenschritte am Anfang mit zu markern.

Praxisbeispiel

Stell dir vor dein Hund zieht an der Leine, würde Kuma ja nie machen +räusper+ und du möchtest ihm erklären das er dies nicht mehr machen soll.

Dann setzt dir ein Ziel = Kuma soll an lockerer Leine neben mir laufen

Nun beginnst du zu markern. Sobald wir rausgehen, frische ich das Markerwort noch einmal auf, in dem ich es nenne und es ohne Gegenleistung direkt eine Belohnung dafür gibt. Nun sind wir Start klar.

Als erstes markere ich immer, wenn die Leine nicht stramm ist. Werfe ich ihm nicht permanent das Leckerchen zu sondern lass es ihn auch mal bei mir abholen, kann ich direkt im Anschluss auch die Position bei mir markern.

So baue ich Schrittweise auf das es toll ist mit lockerer Leine zu laufen und noch toller ist, wenn man an meiner Seite läuft. Dazu muss ich nicht zwangsläufig ein Leckerchen verwenden, ich kann ihn auch zu einem Zerspiel auffordern oder durch mehr Leinenfreiheit belohnen (Distanz).

Diese Methode kann man dann auch noch weiter Kombinieren, ich zum Beispiel baue gerne Kehrtwenden ein, wenn die Leine stram wird. So muss er zwangsläufig wieder an mir vorbei und ich kann die Position markern und lasse das ziehen an der Leine gar nicht erst durchgehen.

So kannst du auch andere Probleme angehen, wie das Fressen von unerwünschten Dingen oder das an der Leine pöbeln. Fang in kleinen Schritten an das Verhalten zu belohnen, welches vor dem unerwünschten noch gut war und nähere dich dem richtigen Ziel.

Welches Problem würdest du gern in den Griff bekommen?

Wir sind gespannt.

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

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