Zweithund – Ja oder Nein

Zweithund – Ja oder Nein

Immer wieder lese ich das Hundehaltern zum Zweihund geraten wird.

Mein Hund kann nicht alleine bleiben, was kann ich tun – Hol dir einen Zweithund

Mein Hund macht ständig sachen kaputt und ist nicht ausgelastet, was kann ich tun – Hol dir einen Zweithund

Es erscheint fast so als wäre der Zweithund ein Allheilmittel, als wäre jeder Hund traurig ohne einen Zweitenhund, doch so ein Zweithund sollte gut überlegt sein.

Das ein Leben mit Zweithund nicht immer ganz einfach ist, haben schon so einige Bloggerinnen vor mir fest gehalten. In den Mythen rund um das Thema Zweithund, räumt Sabrina von die Tut nichts etwas auf. Aber auch auf dem Aussiblog kann man lesen das ab und an das Leben mit Zwei Hunden wunderschön ist und trotzdem anstrengend sein kann.

Bei mir persölich Kreisen die Gedanken auch ständig um einen Zweithund

Wäre Kylar mit einem Zweithund glücklicher gewesen? Wäre es Kuma? Könnte ich es händeln? Würde mich das ganze Überfordern?

Und genau aus diesem Grund hab ich mich mit dem Thema immer und immer wieder auseinander gesetzt, mir Gedanken gemacht und mir über das wie klar zu werden.

Was muss bei einem Zweihund beachtet werden?

Kann ich mir zwei Hunde leisten?

  • kann ich mir für zwei Hunde Futter leisten
  • kann ich mir für zwei Hunde Versicherung leisten
  • kann ich mir für zwei Hunde eine Krankenversicherung leisten
  • kann ich mir für zwei Hunde die Steuern leisten
  • bin ich finanziel abgesichert falls mal größere Tierarztkosten auf einen zukommen.
  • ggf. für zwei Hunde Hundesitter oder Hundeurlaubsbetreuung

Wie bringe ich zwei Hunde unter wenn sie nicht alleine bleiben können?

  • können zwei Hunde mit auf die Arbeit
  • passt das mit dem Hundesitter
  • hab ich ggf. Familie die mir Hilft
  • kann ich beide Hunde mit den den Urlaub nehmen
  • hab ich genug platz für zwei Hunde im Auto

Wie kann ich beiden Hunden gerecht werden?

  • hab ich die Zeit für jeden Hund Einzeltraining zu machen?
  • entscheide ich mich bewusst für die gleiche Rasse um Sport oder andere Unternehmungen  gemeinsam machen zu können
  • bekommen beide Hunde eine Aufgabe

Will mein Hund überhaupt einen zweiten Hund bei sich zuhause?

  • welches alter sollte der zweite Hund haben
  • welche Rasse macht Sinn
  • welches Geschlecht sollte der zweite Hund haben

Welche eigenschaften muss der Hund mit bringen um zu uns zu passen?

  • Kinderlieb
  • Kleintiere mögen (nicht fressen =) )
  • Katzen mögen
  • im Alltagstrubel zuverlässig sein oder darf er auch ein ängstlicher Hund sein

Warum haben wir keinen zweiten Hund? Ich kann einfach nicht genug Fragen mit Ja beantworten und damit stellen sich mir diese Fragen immer und immer wieder bis vielleicht irgendwann genug Ja´s da sind um mich für einen zweiten Hund zu entscheiden, aber das letze Wort hat einfach Kuma und nicht ich.

Und warum schreibe ich diesen Artikel? Ich möchte euch einmal darauf Aufmerksam machen das der Zweithund nicht immer die Lösung ist.

Jeden Tag sehe ich aus meinem Küchenfenster zwei Australien Sheperds, es sind zwei Rüden. Ein älterer Rüde mit 6 Jahren und ein jungerer Rüde um die 3 Jahre. Die Zwei laufen neben einander her oder zerhacken sich.

Sie sind so was von unglücklich mit einander, wollen nicht mal gemeinsam im Autofahren, das geht nur durch getrennte Boxen, so dass sich die Hunde nicht sehen können. Getrennt durch die Rückbank. Ansonsten gehen sie sich aus dem Weg oder giften sich an.

Auf meine Fragem worum sie überhaupt Zwei Hunde haben, kam raus, das sie schon immer Zwei hatten, immer wenn einer verstorben ist, kam ein neuer Zweithund hinzu. Das diese Beiden überhaupt nicht mit einander können, hätten sie schon beim aussuchen bemerkt. Aber man hätte gedacht, das die Beiden sich nur an einander gewöhnen müssen.

Aber warum? weil man einfach einen zweiten wollte? Denkt bitte darüber nach, das mit einem zweiten Hund auch Probleme kommen können.

  • Rangordnungskämpfe
  • Futterneid
  • Agressionen
  • Frustration
  • Verhaltensänderungen

Also bitte überlegt euch, ob ihr wirklich einen zweiten Hund möchtet und vor allem ob euer Hund einen möchte, es gibt so viele tolle Beispiele für unzertrennliche Hundepärchen aber eben auch Hunde die sich gar nicht riechen können.

Wie sieht es bei euch aus, Zweithund? Dritthund oder doch lieber verzogenes Einzellkind wie bei uns? =)

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

3 thoughts on “Zweithund – Ja oder Nein”

  1. Eigentlich ist es tragisch das die oben genannten Beispiele für manche ein Grund für einen zweiten Hund sind und nicht dagegen. Für mich stand schon fest das ich irgendwann einen zweiten Hund möchte, als Odin erst ein paar Monate alt war. Und gerade Odin selbst würde ganz laut JA schreien, wenn er könnte. Aber erstmal wurde gewartet bis Odin etwas Erwachsener und ruhiger wird, was so mit zwei Jahren war. In der Zeit wurde an vielen Baustellen gearbeitet und wir hatten immer wieder Hunde die bei uns sozusagen Urlaub machten. Dann musste noch der Herr des Hauses überzeugt werden 😉 Vor etwa einem Jahr hab ich mir dann überlegt welche Rasse es sein sollte, ein Hund der zu Odin passt und meinen Anforderungen entspricht. Dann hab ich mir mehrere Züchter angesehen, weil ich nicht wieder ein schlecht sozialisiertes Überraschungspaket vom Bauernhof wollte, sondern vom Züchter. Klingt hart, ich liebe unseren Chaoten trotzdem 🙂
    Am Sonntag dürfen wir die Kleine zum ersten Mal besuchen 🙂 ich bin schon so gespannt. Auch wie es dann mit zwei Hunden auf Dauer wirklich wird.
    Liebe Grüße,
    Julia

  2. Ich finde es wichtig, dass man sich intensiv mit dieser Frage auseinandersetzt.

    Auch hier gab es die Frage nach einem zweiten Hund, denn ich hätte es sehr gerne gesehen, wenn Socke, uns hilft einen kleinen Hund zu erziehen.

    Aber ich bin ehrlich genug zu wissen, dass ich sie Fellpflege von Socke nicht noch einmal leisten könnte. Unsere Betreuungsmöglichkeiten für Socke würden wahrscheinlich entfallen, denn ich bin mir relativ sicher, dass man dort überfordert wäre, insbesondere, wenn zwei Hunde ganz andere Bedürfnisse hätten.

    Aber das entscheidende Argument ist, dass wir Socke damit keinen Gefallen tun würden. Sie sollte als Einzelhund gehalten werden, weil es in ihrem ehemaligen Rudel nicht mehr klappte. Wie könnte ich diesen Gesichtspunkt nicht beachten? Und seit Socke erkrankt ist, hat sie noch mehr Recht aus die Einzelhaltung.

    Zudem finde ich es auch einem Zweithund ungerecht gegenüber, wenn man ihn anschafft, um dann festzustellen, dass es nicht klappt. So etwas muss kein Hund durchmachen, nur um seine Wünsche zu leben.

    Bei uns klappt alles mit einem Hund gut. Dafür sind wir dankbar und möchten und sie auch nicht wegnehmen lassen. Schon oft habe ich gehört, dass so ein gut funktionierendes Rudel mit dem Einzug eines zweiten Hundes unzufrieden wurde. Aber natürlich gibt es auch ganz viele Erfolgsgeschichten…..

    Jeder sollte die Entscheidung alleine treffen, aber sich eben all die Gedanken machen, die Du angesprochen hast und ehrlich zu sich sein.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  3. Ich lese mir deine Beiträge immer so gerne durch. Das meiste, was mich beschäftigt, ist nämlich auf deinem Blog zu finden 😀
    Ich finde es gut, dass du dir WIRKLICH Gedanken darüber machst.

    Seit ca 3,5 Jahren haben wir nun immer 2 Hunde. Als ich 12 Jahre alt war (2006), kam unsere erste Hündin zu uns in die Familie. Es war ein Jack Russell Shi Tzu Mischling. Wir hatten sie damals von einem Bauernhof und meiner Meinung nach viel zu teuer gekauft. Ich träumte schon seit ich denken kann von Hunden, mein größter Traum war aber immer ein Husky. Aber für ein 12 jähriges Mädchen ist das einfach nicht die richtige Rasse denke ich. Und so kam eben die kleine Nancy zu uns. Bald hatten wir schon die ersten Probleme (Lähmung an den Hinterbeinen) und mussten sie operieren, sonst hätte sie nie mehr richtig laufen können. Gesagt getan. Aber seitdem war es einfach nicht mehr das selbe, das Laufen wurde zwar besser, aber ihr wurde alles schnell viel zu anstrengend. Ich weiß, darum geht es hier nicht, aber ich möchte das nur sagen, damit ihr den Hintergrund kennt. Als Nancy dann 8 Jahre alt war (2010), habe ich mir dann den Traum vom Husky erfüllt. Maya war damals 4,5 Jahre als sie zu uns kam. Maya wuchs in einem großen Rudel auf, das aufgelöst werden musste. Hatte also immer Hunde um sich. Und ich glaube auch Nancy war froh, eine Genossin zu bekommen. Nancy hat sie sofort in ihrem Zuhause aufgenommen und die Beiden waren immer ein tolles Team. Letztes Jahr im Juli (2017) starb Nancy im Alter von 11 Jahren. Sie hinterließ ein rieeesen Loch bei uns allen und vor allem bei Maya.
    Maya war oft so alleine, dass sie manchmal nur dagesessen und geheult hat. Sie lag immer an Nancys Lieblingsplätzen, die sie vorher nie angerührt hatte. Nachts brach sie oft aus – sie biss sich ein Loch in unser Holztor. Wir hatten es leider zu spät gemerkt, weil es im allerletzen Eck war. Sie sah mich oft mit einem traurigen Blicken an und so beschlossen wir, einen Zweithund aufzunehmen.
    Mein erster Gedanke war dann einen Husky dazu zu nehmen. Ich sah mir eine 2 jährige Dame aus dem Tierschutz an. Ein zweiter Husky darum, weil ich gerne Sport mit ihnen gemacht hätte. Ich fahre aktuell nur Scooter, gehe viel laufen, wandern – vor allem auf Bergen und so hätte ich es gerne noch ausgeweitet. Naja, wie auch immer. Das mit dem Husky wurde leider nichts und auch sonst ging Maya eher nach Sympathie. Meist war sie in die Hunde „verliebt“, die schon ein zuhause hatten 😀 Ich bekam den Tipp, es mit einem Welpen zu versuchen. Maya war da 7 Jahre möchte ich dazu sagen. Nach ewigem Hin und Her welche Rasse es nun werden sollte etc. entschieden wir uns dann für ein Shiba Inu Mädchen – ja, nicht die einfachste Rasse. Und ich muss dazu sagen, es ist SEHR SCHWIERIG. Maya genießt die Nähe von dem Welpen, legt sich auch oft neben sie (meist dann, wenn sie zum ausruhen in ihrer Box liegt) – aber eben nicht direkt. Spazieren und rumtollen im Garten ist ganz ok, alleine lassen geht dann aber doch nicht, da die Kleine doch etwas aufgedreht ist und ständig schnappt. Warum es ein Mädchen wurde? Weil Maya aus Erfahrung mit weiblichen Hunden besser klar kommt. Ob es generell richtig war…. ich weiß es nicht. Wir sind ja noch dabei, daran zu arbeiten. Unser Welpe Yuna kam 4 Monate nach Nancys Tod zu uns. Aber hätte Maya da noch einen Partner gebraucht oder hätte sie es dann alleine auch genoßen!? In erster Linie war der Grund dafür, dass sie oft so happy war, wenn wir andere Hunde trafen. Aber vielleicht hätte auch ein Freund genügt, den wir öfter treffen. Ich weiß es bis heute nicht….

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