5 Tipps für entspannte Hundebegegnungen

5 Tipps für entspannte Hundebegegnungen

Da uns am Wochenende mal wieder der Knaller passiert ist und hierbei selten die Hunde das Problem sind, sondern die Herrchen, möchte ich einfach mal unseren Traum einer Hundebegegnung zusammenfassen. Am Donnerstag könnt Ihr dann lesen was uns so zur Weißglut gebracht hat.

Als erstes wünschen wir uns einen anständigen Rückruf

  1. Rückruf

 

Ich finde es wahnsinnig unhöflich, wenn uns wildfremde Hunde einfach entgegen laufen und teilweise dabei noch knurren. Kylar hat bei Hunden immer an unsere Seite zurück zu kehren. Das hat direkt mehrere Gründe:

A Ich kann ihn in erster Linie beschützen

B Ich gebe dem anderen Haltern damit ein Zeichen das mein Hund Ihren nicht über den Haufen rennt und wir auf einen gepflegten Kontakt Wert legen

C Ich habe größeren Einfluss auf Kylar. Es gab eine Zeit, da wollte er unbedingt zu jedem anderen Hund, obwohl der es definitiv nicht wollte.

Haben wir den Hund und den Halter erreicht, kann man gerne mal reden ob sich die Hunde beschnüffeln dürfen, ob vielleicht ein Spiel ansteht oder ob einer der Beiden unverträglich, Alt und Gebrechlich ist oder vielleicht sogar Krank.

Man sieht also, es gibt deutliche Vorteile, seinen Hund nicht ständig an alles ran zu lassen was auf Vier Pfoten unterwegs ist.

wenn man den Hund nur noch von hinten sieht
  1. Bogenschlagen

 

Hunde schlagen meist (die gut Sozialisierten) einen Bogen, wenn Sie auf andere Hunde zu gehen. Bei dem einen ist der Bogen deutlich zu sehen, bei anderen muss man schon genauer hin sehen.

Häufig schlagen vor allem ängstliche/unsichere Hunde einen sehr deutlichen Bogen und kommen dann von hinten an den Hund wieder ran.

In solchen Situationen, laufe ich mit Kylar auch einen Bogen, schließlich läuft er bei uns bei Fuß und wenn ich keinen Bogen laufe tut er es auch nicht.

Wir geben hier mit dem anderen Hund zu verstehen das wir keine Gefahr darstellen, anders als beim Rückruf ist diese Aktion nicht für den Besitzer, da sich eh die meisten denken, hat die alte was gesoffen. Sondern allein für deren Hund.

Merke ich allerdings, dass der uns entgegenkommende Hund keine Anzeichen eines höfflichen Verhaltens macht, sondern teilweise recht Aggressiv oder aufdringlich auf uns zu kommt, bleibe ich stehen und stelle mich schützend vor Kylar. Der bei jedem Stehen bleiben ein Sitz macht.

  1. Abstand

Was ich auch nicht verstehen kann, sind die Halter die Ihren Hund an der Leine halten, aber dann einen Abstand zum anderen Fußgänger wählen, in dem der Hund locker an einem hoch springen kann.

Man hätte in dieser Situation wirklich zwei Möglichkeiten.

  1. Man vergrößert den Abstand, so dass der eigene unerzogene Hund nicht zum Fremden Hund kann

Oder

  1. Man nimmt seinen Hund kürzer.

Kylar ist bei uns selten an der Leine, er geht eigentlich immer bei Fuß und wenn uns dann ein anderer Hund über eine 3 Meter Leine anspringt und wir schon im Gebüsch kleben hab ich dafür kein Verständnis.

  1. Spielzeug

Oh wir lieben Spielzeug, in allen Farben, Größen und auch sonst können wir nie genug davon haben, am liebsten mögen wir das, was uns nicht gehört. =)

Opfer Nr. 1 das Lieblingspielzeug
Das ist jetzt nicht so ganz Gentleman aber man kommt gut ins Gespräch.

Aber wie bei jedem Diebstahl, ist besagter Beklauter nicht erfreut und es gibt schnell Zoff. Deswegen werden Kylas Lieblings Dummy´s direkt einkassiert, wenn ein anderer Hund kommt und auch kein Bällchen oder ähnliches geschmissen.

Und da ich allen Besitzern vorher Bescheid gebe, was Kylar vor hat und ich ihm das Spielzeug auch immer wieder Weg nehme, rufe ich Ihn nur noch ab, wenn ich merke es macht dem anderem Hund Stress. Der Besitzer der für 2 Minuten den Ball in die Jackentasche stecken könnte, worum ich Ihn gebeten hab, ist in dem Moment reine neben Sache, ist er genervt von Kylars klau ist es nicht mehr mein Problem. Ist es sein Hund, so beschütze ich diesen vor Kylars klau Attacke. In dem meisten Fällen, gehen wir einfach weiter.

Ich finde es sehr Schade, das sich viele Hunde nicht mehr Begegnen können ohne gleichzeitig etwas verteidigen zu müssen. Ressourcen Verteidigung ist nicht gerade der beste Start.

  1. Hilfe

Ganz ehrlich ich erwarte von keinem Perfektion, das haben wir auch nicht! Und ich sehe es auch völlig ein, dass manchmal einfach der Wurm drin steckt. Da macht ein Hund auf einmal was, was er vorher noch nie getan hat. Und das kennen wir alle.

Und da kann Jeder von uns helfen, Funktioniert der Rückruf mal nicht, dann schickt den anderen Hund energisch zum Besitzer zurück, baut euch mal groß auf und zeigt eurem Hund, das Ihr ihn auch mal beschützen könnt. Auch wenn es vielleicht gerade gar nicht darauf ankommt.

Ihr merkt das die entgegen kommende Person, gerade daran arbeitet, das Ihr Hund konzentrierter ist und sich mehr auf Sie fokussiert. Dann quatsch den anderen Hund nicht dumm von der Seite an. Einen guten Tag reicht. Und kommt mal keins zurück, bin ich auch nicht Sauer, denn bei der nächsten Begegnung, weiß ich das dieser Hund mir keine Probleme macht. Läuft es super, kann man Fragen ob man die Übung vielleicht nochmal macht, einfach um gemeinsam unter einer Ablenkung zu Trainieren.

Das Selbe gilt für das Füttern mit Leckerchen oder Spielzeug. Wir haben mit Kylar lange Antijagttraining gemacht und ich habe es gehasst, wenn irgendein Vogel einen Ball geschmissen hat und mir das ganze Training kaputt gemacht hat. Spricht bei Hundebegenungen doch einfach offen an, was euer Hund darf und was nicht und im Umkehrzug, fragt doch vorher bevor ihr fremden Hunden die Wurst in den Hals schiebt.

Ihr merkt da ist viel Zunder gerade drin, das Wochenende war prickelnd.

 

Zu guter Letzt wünsche ich euch, einfach nur angenehme Hundebegegnungen, geht einfach mal etwas Respektvoller mit einander um. Ich probiere es jeden Tag und ich weiß wie wenig man zurück bekommt. Aber wenn alle Ars…  sind dann besteht die Welt nur noch aus denen und das mag ich nicht.

 

Also Liebe Grüße und nasse Küsse

 

Eva und Kylar

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Christin und Klaus
3 Jahre zuvor

Ich kann dich sooo gut verstehen. Wir haben regelmäßig Hundebegegnungen, die alles andere als schön ablaufen. Wenn Klaus zb an der Leine ist, möchte ich nicht das andere Hunde, die ebenfalls an der Leine sind, ihn begrüßen. Klaus ist unsicher an der Leine und verbellt andere Hunde gerne. Das haben wir aber schon gut in den Griff gekriegt. Wenn uns andere Halter mit Hund entgegen kommen laufe ich einen Bogen. Der andere Halter versteht das leider nicht und läuft trotzdem auf mich zu. Klaus wird unruhig…Ich sage dann schon immer “ bitte nehmen sie Abstand, ich möchte nicht dass sich… Weiterlesen »

Christin und Klaus
3 Jahre zuvor
Reply to  Eva

Du musst ja in einer vollen Innenstadt nicht rufen, das Kylar Flöhe hat 😅. Dann ist es eben eine ansteckende Krankheit. Den Flohjocker kannst du dir ja für einen ruhigereren Ort aufheben😎. Aber es funktioniert sehr gut. Ich war auch schon ehrlich anderen Haltern gegenüber und sagte Ihnen, das ich eben keinen Kontakt an der Leine möchte. Entweder wird es, wie oben schon geschrieben, ignoriert oder Ich ernte böse Blicke und muss mir Sätze anhören wie “ ihr Hund ist eben nicht sozialisiert „, “ mein Hund tut nichts“ , “ dann komm -hundename- der andere hund ist böse und… Weiterlesen »

Astrid
3 Jahre zuvor

Du sprichst mir aus der Seele. Ich hatte noch heute Morgen eine solche Begegnung. Oscar (8 Monate) und sein bester Kumpel und Nachbarshund (10 Monate) tobten über unsere Spielstraße, während wir 2 Waschweiber den neuesten Tratsch austauschten. Es kam eine Dame mit 2 Huskys. Von weitem sahen wir sie und haben beide Hunde zurück gepfiffen. (Das machen wir zum einen aus Höflichkeit und zum anderen, weil wir die beiden Hunde kennen und einer der beiden ein echter Stinkstiefel ist und Oscar schon mal ganz böse von ihm untergebuttert wurde) Wir stehen also auf unserer Einfahrt und haben die Hunde neben… Weiterlesen »

3 Jahre zuvor

Schöner Beitrag! Wie hast du ihm beigebracht, dass er nicht gleich zu jedem Hund rennt? Daran arbeiten wir (unter anderem) gerade 🙈

Liebe Grüße!

[…] Unsere Maßnahme, Freitag der erste Besuch in der neuen Hundeschule. Drückt uns die Daumen. Und für alle Mehrhundehalter, was ändert sich mit dem zweiten Hund alles?  Wie wir uns Hundebegegnungen wünschen  haben wir euch mal zusammen gefasst 5 tipps für entspannte Hundebegegnungen […]

[…] Ich hoffe, dass euch diese Tipps, etwas weiter helfen und würde mich freuen von euch zu lesen. Ansonsten schaut doch mal rein in unsere 5 Tipps für eine entspannte Hundebegegnung. […]

Silke
3 Jahre zuvor

Vielen Dank für Deine tolle Zusammenstellung.
Nachdem mein Rüde schon angegriffen wurde und leider auch einmal angegriffen hat, bin ich selbst etwas kopflos geworden bei Hundebegegnungen. Wir arbeiten dran 😉
Vielen Leuten scheinen gar keine Idee davon zu haben, wie sie eine Hundebegegnung managen könnten, was sehr schade ist. Und die „Die machen das unter sich aus“-Fraktion kennen wir sicherlich alle zur Genüge.
Kompliment für eine tolle und informative Seite und viel Spaß weiterhin mit Eurem Labbi-in-Spe!

Larissa & Sam
9 Monate zuvor

Oh Eva… Deine Worte sind so wahr! Wir sind neu in der Hundewelt, unsere Sam ist 5 Monate und wir trainieren täglich. Es ist sooo traurig, wie Verständnislos manche Menschen reagieren und regelrecht pikiert und böse sind! Ich möchte auch keinen Kontakt an der Leine und ich möchte auch nicht, dass mein Hund aufgefordert wird, jemanden zur Begrüßung anzuspringen… Menschen sind echt komisch! Aber das sieht man tatsächlich erst, wenn man in der Tierwelt ist. Inzwischen ist es mir auch egal, was die Leite von sich geben. Ich ignoriere sie und geh mein Weg. Schade! Aber sie wollen es so… Weiterlesen »

Jule
8 Monate zuvor

Hey ihr Lieben! Ich selbst bin kein Hundehalter, bin nun aber schon seit Jahren dabei, andere Hunde auszuführen oder mal daheim zu haben. Bisher waren es Hunde, die das Leinentraining hinter sich hatten oder die schnell verstanden haben, was ich von Ihnen erwarte. Nun hat sich eine gute Bekannte allerdings einen Welpen zugelegt und da ihre Familie rund um die Uhr weg ist, kommt die Fellnase nicht viel raus. Ich hole sie dann immer spontan ab und versuche mindestens 1h, gerne länger, rauszugehen. Es geht erstmal zur Wiese, dann durchs Dorf und dann auf Feldwegen mal hier und mal dorthin.… Weiterlesen »

8 Monate zuvor

Unser Rocky ist am Anfang noch auf jeden Hund zugegangen, er hat mit dem Schwanz gewedelt. Er wollte immer nur Hallo sagen, böse Absichten hatte er dabei nie. Eines Tages hat ihm ein mal ein fremder Hund gezeigt was er von dieser Art der Begrüßung hält. Seid diesem Tag ist er nicht mehr losgerannt sobald er einen anderen Hund gesehen hat.

Sabine Knop
5 Monate zuvor

Oh gott, Jahre später, aber vielleicht sind dennoch Kommentare erwünscht 🙂 Ich bin zum ersten Mal Hunde Mama und unsere kleine ist nun fast 5 Monate alt. Niemand in unserem Umfeld hat mal einen Welpen erzogen und ich hab mich echt mega eingelesen und Youtube geschaut. Corona sei dank geht Hundeschule ja nicht. Naja, Bella macht sich prächtig und hört super. Sie ist sehr gut erzogen höre ich immer wieder. Nur muss sie jeden andern Hund begrüßen! Ich lenke sie immer ab und versuche verschiedenes. An guten Tagen ist sie perfekt, an schlechten Tage hält sie nicht Klappe und jetzt… Weiterlesen »

22 Tage zuvor

Ich finde es immer schwierig alle anderen als Ars… zu bezeichnen. Der Punkt ist doch: Ich kann nur mein und das Verhalten meines Hundes beeinflussen. Die Umwelt muss ich nehmen wie sie ist bzw. mein Management so darauf ausrichten, es eben so zu gestalten, das ich mich nicht über „die Leute“ aufregen muss. Zu Beginn des eigentlichen Trainings empfehle ich daher allen, die bei Hundebegegnungen Probleme haben, fürs Gassi an Orte zu fahren, wo nichts los ist. Im zweiten Schritt werden dann das Entspannungs- und die Basissignale für die Umorientierung geübt. Und dann nähern wir uns laaaangsam wieder den Auslösern.