Schwimmen mit Hund -darauf solltest du achten

Schwimmen mit Hund – darauf solltest du achten

Kuma und ich können es kaum erwarten, endlich wieder schwimmen zu dürfen. Während Mister X mit seiner Sonnenbrille ausschaut, als wäre er aus einem Aktion Film entsprungen, hüpfen Kuma und ich am Wasser auf und ab, wie die Möwen aus findet Nemo, kreischen innerlich MEINS, MEINS, MEINS und warten auf den ersten Sprung ins kühle Wasser.

Genau dieser Anblick passiert, wenn Stirb langsam, Disney´s Merrida heiratet.

Doch mit dem beginn der Badesaison solltest du auf 3 Dinge achten!

Dein Hund mag nicht mit dir Schwimmen? Nicht schlimm nicht jeder Hund mag es zu schwimmen, aber auch für diesen Fall habe ich einen Tipp für dich. Schau doch mal in unseren Artikel Wie lernt mein Hund schwimmen, da verrate ich dir meine Geheimwaffe fürs Gemeinsame plantschen.

Ihr hibbelt genauso wie Kuma und ich vor dem Wasser rum und könnt das gemeinsame schwimmen kaum abwarten? Dann aufgepasst.

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Lasst das schwimmen langsam angehen, womöglich seit ihr nun ein Jahr lang nicht geschwommen. Das bedeutet auch für sportliche Hunde das die Muskulatur fürs Schwimmen nicht mehr so ausgeprägt ist und das kann schnell zu einer Überbelastung führen.

Mein Tipp: geht lieber öfters kurz ins Wasser, als einmalig zu lang. Legt zwischen euren Runden Schwimmpausen ein und probiert in diesen ganz bewusst auch einmal Ruhe zu halten.

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Ruhephasen fallen vielen Hunden sehr schwer. Auch Kuma neigt dazu permanent wie ein Flummi rum zu hüpfen. Doch gerade für diese hibbeligen Hunde ist es extrem wichtig, dass sie lernen zu entspannen. Denn die Hormone die beim rumgehibbel ausgeschüttet werden, sind unter Anderem auch Stresshormone, die führen zu einem schnelleren Zellverfall und das führt zu einem früheren Tod. Wie ihr Ruhe aufbaut, verrate ich dir in unserem Artikel Wie lernt mein Hund Ruhe. Führ eine schnelle Lösung bietet, es sich an einfach einen Kausnack mit ans Wasser zu nehmen.

Aberglaube: Mit vollem Bauch sollte man nicht schwimmen. Tatsächlich ist es nur ein Aberglaube, Amerikanische Forscher haben probiert diese These zu erforschen und konnten nur feststellen, das einem Schlecht werden kann, wenn man mit vollem Magen schwimmt. Das alles Blut in den Verdauungsapparat fließt, ist übrigens unsinnig, denn dann könnten wir ja nach der Mittagspause auch keine körperliche Arbeit mehr verrichten.

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Die Wasserrute ist ein Phänomen, welches noch nicht vollständig erforscht ist. Den genauen Grund für diese extrem schmerzhafte Krankheit ist nicht bekannt. Auch den Auslöser hat man bis jetzt nicht gefunden. Bei einer Wasserrute bekommt euer Hund extreme Schmerzen im Ruten Ansatz, er kann die Rute nicht mehr bewegen, es scheint fast so, als hätte er keine Kontrolle mehr über die Rute. Er kann sich kaum noch Setzen und lässt oft dabei sein Becken zur Seite rutschen um nicht direkt, auf dem Ruten Ansatz sitzen zu müssen. Selbst liegen bereitet ihm enorme Schmerzen. Die Wasserrute erkennt ihr also recht schnell daran, das euer Hund an nichts mehr Freude hat, sich vor Schmerzen oft nicht anfassen lässt, seine Rute am Ruten Ansatz steif wirkt und danach nach unten hängt. In diesem Fall sollte zwingen ein Tierarzt aufgesucht werden. Oft wird dann direkt eine Behandlung mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern eingeleitet, denn ohne diese Mittel probieren erkrankte Hunde selbst den Kot ein zu behalten, weil es sie so sehr schmerzen würde. Helfen könnt ihr zusätzlich durch Wärme und Schonung.

Doch wie kann es dazu kommen?

Das ist eine Frage, die noch nicht erforscht ist. Häufig erkranken eher große Hunde an der Wasserrute, die in kaltem Wasser unterwegs waren. Aber auch zu enge Hundeboxen können es auslösen. Oder sehr viel schwimmen, gerade bei untrainierten Hunden hat schon dazu geführt.

Meine ganz privaten bedenken: Kuma schwanzwedelt eigentlich nie, die seitliche Bewegung der Rute ist für ihn untypisch, typisch Husky trägt er sie als Sichel oder entspannt nach unten hängend. Die seitlichen Bewegungen sind bei ihm nicht sehr ausgeprägt. Doch beim Schwimmen, benutzt er aktiv seine Rute als Ruder, er bewegt sie häufig auch gegen den Wasserstrom und benutzt so Muskulatur die er sonst nicht benutzt. Diese Beanspruchung macht mir Sorge, gerade am Anfang der Badesaison, weil er dadurch als untrainierter Hund in einem noch recht kalten Wasser eingestuft werden muss. Meine Theorie ist es deswegen, lieber kürzere Schwimmeinheiten mit ihm einzulegen und am Ende darauf zu achten, das der Ruten Ansatz nicht auskühlt und es durch eine mangelnde Durchblutung (welche als einer der vielen Gründe in frage kommt) ausgelöst wird.

Natürlich gibt es noch so viele Dinge, die wir beachten können, den perfekten Liegeplatz, welches Essen, welche Spiele und vieles mehr. Welches Thema würde euch noch interessieren? Habt ihr gerade etwas auf dem Herzen und braucht Unterstützung? Dann immer raus damit. Ab in die Kommentare oder direkt über das Kontaktformular.

Und nun springen Kuma und ich ins kalte Nass. Für Tipps wie ihr den Sommer ohne Hitzschlag übersteht, wenn es mal nicht zum Wasser gehen kann hierentlang.

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

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