Wie schütze ich meinen Hund?

Wie schütze ich meinen Hund?

Es ist schnell wie der Blitz und rast auf euch zu, der Torpedo der euch ansteuer ist ein anderer Hund und sein Herrchen? Das ist meist so weit weg, das man denken könnte der schwarze Punkt am Horizont wäre ein Busch der sich im Windbewegt. Aber nein dieses ungleiche Paare macht die Gegend unsicher und schlägt gleich wie eine Granate bei euch ein.

Aber was tun? Habt ihr etwa kein Torpedo Abwehrsystem installiert?

Eine weitverbreiteter Hilferuf ist, den eigenen Torpedo los zu schicken, um den anrauschenden abzubremsen und umzulenken. Doch Hunde haben das in meinen Augen nicht selbst zu klären.

Aber was soll ich tun? Mich wie der Hulg grün und schreiend in den Weg schmeißen, wild aufstampfen und einen Regentanz vollziehen? Den anderen Hundehalter anschreien, das er seinen Hund an die Leine zu nehmen hat, der dann ganz panisch nach einer Leine sucht und probiert seinen Hund mit einem Leckerliekommzurück-Tanz zu sich zu locken? Wenn er nicht gerade ein blutiges Steak dabei hat, werden wohl die meisten Hunde nicht mehr umdrehen. Also was tun? Und vor allem wie mit dem eigenen Hund umgehen?

oder ihr packt euren Hund in einem Baum – sehr sicher

Warum ich nicht will das mein Hund das selber klärt

Hier sollte man sich selber fragen, was will man seinem Hund eigentlich vermitteln? Will man Ihm vermitteln, wenn es mal brenzlich wird musst du nicht mehr hören und kannst selber drauf hauen? Du kannst dich nicht drauf verlassen, das ich dir den Rücken frei halte?

Dann ist es genau die richtige Lösung seinen Hund einfach machen zu lassen und ich weiß genau wo von ich spreche. Mit Kylar haben wir einfach alles laufen lassen, es war der erste Hund und alle haben immer gesagt, das Hunde das unter sich klären, am Ende hatte ich einen super selbständigen Rüden, der genau wusste wie der Hase läuft und sich super durchsetzen konnte. Natürlich immer genau dann, wenn ich das eigentlich nicht wollte. Wie oft ich im Kreis gesprungen bin, wie Rumpelstielzchen und mich gefragt hab, warum er mich mal wieder in frage stellt. Nach verschiedenen Seminaren, haben wir viel an unserem Verhalten geändert und mit Kylar aktiv daran gearbeitet das wir solche sachen klären und wurden bei ihm auch selber weniger in frage gestellt. Im Vergleich zu Kuma, wo ich von Anfang an die Schutzbasis war, merkt man deutliche Unterschiede, er läuft nicht zu anderen Hunden hin, gibt es ärger, probiert er Schutz zu suchen und lässt mich das Regeln, er hinterfragt viel weniger meine Entscheidungen, denn die waren immer zu seinem besten und das hat er auch verstanden. Sein Vertrauen in uns ist dadruch von Anfang an viel höher gewesen.

Aber wie biete ich meinem Hund überhaupt Schutz?

Egal ob ausgewachsen oder Welpe, ihr stellt euch vor euren Hund oder nehmt ihn zwischen die Beine. Bei wilden Spielereien lasst ihr ihm die Wahl immer wieder zu euch zu kommen und ist er bei euch, lasst ihr keinen Hund an ihn ran, auch kein Kind oder anderes Lebewesen. In dem Moment mutiert ihr zur Löwenmama und egal wer seine Nase nach ihm reckt, ihr werden ihn oder sie abwimmeln. Bis euer Kleiner aus eurem Schutz wieder raus tritt.

Abwimmeln könnt ihr Menschen durch ganz klare Worte. Manchmal reicht es nicht zu sagen das man es nicht will, da hat sich bewehrt etwas abschreckendes zu erfinden. Wie „der hat Flöhe.“ ihr werdet sehen, wie schnell die Hand zurück zieht.

Bei Hunden mache ich zuerst meinen Körper steif, darauf reagieren viele Hunde schon, diese Anspannung verschafft einem meist schon Luft. Sollte das nicht Helfen. ruhig den Hund an der Brust weg schieben, manchmal muss man das ein zwei mal machen. Klappt das nicht kann man auch mal einen bestimmten Schritt mit einem lauten Hey auf den Hund zu machen, meist wird dann ein Sicherheitsabstand eingehalten.

Im schlimmsten Fall sind es mehrere Hunde auf einmal und ggf noch größer als eurer, da ist es meist nicht möglich es selbst alles zu klären. Man kann sein bestes geben. Ggf einen Körperlich blockieren und dem anderen Hund die Leine vor die Pfoten schmeißen, um deutlich zu zeigen, bis hier hin aber nicht weiter. Natürlich nicht den Hund abschmeißen. Am Ende sind wir immer auf die Mithilfe von anderen Hundehaltern angewiesen, deswegen apeliere ich immer daran zu denken, wir haben alle Hunde, uns verbindet alle das selbe und wir das alleine sollte doch reichen eine Basis zu finden. Das es leider oft nicht so ist, das weiß ich.

Wie läuft bei uns eine typische Hundebegegnung ab?

Sieht Kuma einen Hund vor mir – was häufiger vor kommt. Zeigt er ihn mir an, wie alles was man Jagen kann. Er steht kurz still guckt in die Richtung und dann mich an. Wir loben dieses Verhalten immer und dann wird entschieden. Ist der Hund einfach weit weg, interessiert es uns nicht, ich bedanke mich für den Hinweis und alles ist gut. Laufen wir allerdings auf den Hund zu, kommt Kuma schon direkt an meine Seite, ist es ein Hund den wir kennen, schicken wir ihn ab und an, ansonsten laufen wir einfach schön geregelt am anderen Hund vorbei. Egal ob dieser total ausrastet oder kein Interesse zeigt. Bleibt Kuma ruhig, wird danach gespielt und Leckerchen gibt es natürlich auch.

Sind es Hundekumpels, wird eh gespielt ohne Ende, aber auch erst mit der Erlaubnis los zu sprinten. Es könnte ja immer mal sein, das sein Hundekumpel, operiert wurde oder anders Krank ist und nicht toben darf.

Wie lernt mein Hund andere Hunde zu ignorieren

Deswegen immer zu erst die Basis Frauchen oder Herrchen ansteuern. Lernt euer Hund das es nicht automatisch bedeutet, zu euch zu kommen, heißt kein Spiel, sondern wir entscheiden gemeinsam ob wir das wollen. Wird er auch weniger Jagen gehen und mehr auf euch achten, schließlich entscheidet ihr gemeinsam und wir können Kuma deutlich ansehen, ob er überhaupt zum anderen Hund will und dann erlauben wir es auch gerne mal öffters und an Tagen wo es dann mal nicht geht, nimmt er es uns auch nicht krum.

Wie läuft das denn bei euch so ab?

Hinterlast uns doch einen netten Kommentar.

Liebe Grüße und nasse Küsse

Eva und Kuma

1 thought on “Wie schütze ich meinen Hund?”

  1. Unsere Hündin (Ersthund) bleibt hinter mir und ich kann den fremden Hund zurückschicken. Dazu stell ich mich breitbeinig vor meinen Hund und mach mit der flachen Hand ein Stopsignal und sag auch Stop. Das funktioniert immer. Ich wurde da aber auch schon angeknurrt von einem fremden Hund.
    Mit unserem Zweithund ist es schwierig. Er ist fremden Hunden gegenüber,die frontal auf ihn zukommen, aggressiv. Er trägt Maulkorb. Ich hab zwar gelernt fremde Hunde abzuwehren,aber er vertraut mir anscheinend nicht und geht selber nach vorn. Das macht das ganze natürlich schwierig.

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